wanderlust = n, [won-der-luhst], a strong innate desire to rove or travel about
#SalzburgerLand, Weihnachten, um Himmels Willen
Auf der unendlichen Suche nach den richtigen Laufschuhen
Chilenische Abenteuer in der Großstadt

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Die Travel Bucket List 2017 - wohin gehe ich, wohin fliege ich, wohin fahre ich und was sehe ich mir an...

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Essen bedeutet Umsorgen, frei nach Olafur Eliasson. Wo gehen wir in Wien und Umgebung zum Speisen?

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12.01.2017

Kreativ auf der Piste: #CasinoUrlaub mal sportlich

Vom Wedeln zum Jodeln

Nachdem ich mich im #CasinoUrlaub schon sehr zuhause fühlte, begleiteten uns Reiseblogger Ursula Auer (Hotel Feinschmecker) und Nadja Pachner von Zell am See Tourismus als Schiguides auf die Piste. Strahlend blauer Himmel, perfekte Schneekonditionen und fantastische Aussichten versprechen ein Schierlebnis der besonderen Art. Ich liebe österreichische Pisten!

Top of Salzburg! Direkt am Kitzsteinhorn ist die schönste Aussichtsplattform von ganz Salzburg © diekremserin on the go
Top of Salzburg! Direkt am Kitzsteinhorn ist die schönste Aussichtsplattform von ganz Salzburg © diekremserin on the go
Zell am See-Kaprun ist nicht nur aufgrund der herrlichen Innenstadt eine Reise wert, sondern vor allem wegen der Diversität auf dem Berg. Gletscherschifahren am Kitzsteinhorn und die Wanderung durch den Berg lassen das über 3.000 m Dasein ganz besonders erleben. Auch wenn die Luft knapper wird, das bemerke ich allein schon beim Berg auf gehen in den Schischuhen - kein tolles Erlebnis - aber der Ausblick zahlt sich aus. Die Gipfelwelt 3000 inklusive dem höchstem Kino lässt den Berg ganz neu und anders entdecken. Auch im Sommer ist dieser Blick ganz sicher eine grandiose Erfahrung.

Hello Gletscher, hier bin ich! Auf der coolsten Plattform © diekremserin on the go
Hello Gletscher, hier bin ich! Auf der coolsten Plattform © diekremserin on the go

Die beste aller Schijausen neben dem obligatorischen Germknödel: Buchteln mit Vanillesauce © diekremserin on the go
Die beste aller Schijausen neben dem obligatorischen Germknödel: Buchteln mit Vanillesauce © diekremserin on the go
Auch das Essen im Gipfelrestaurant ist spitzenmäßig und es zahlt sich aus den Service in Anspruch zu nehmen. Mittlerweile bieten die Gletscherbahnen schon mehrere Möglichkeiten an die Spitze zu kommen - die Schlepplifte bestehen nach wie vor aufgrund der Gletscherbewegung im Sommer.

Und dann ist die Schmittenhöhe ein besonderer Genuss - nicht nur kulinarisch, sondern vor allem für die begnadete SchifahrerInnenseele. Mit Blick auf den Zeller See, auf die Stadt Zell am See und auf (im Dezember) noch grüne Berge. Im Winter ist hier sicher ein ganz anderes, schneebedecktes Wonderland. Ursula und Nadja begleiten uns also auf der Schmittenhöhe, lassen die Bretter über den (Kunst)Schnee laufen und zeigen uns die schönsten Blicke auf die Sisi-Kapelle und runter nach Zell.
Begeisterte SchifahrerInnen auf frisch präparierten Pisten! © diekremserin on the go
Begeisterte SchifahrerInnen auf frisch präparierten Pisten! © diekremserin on the go

Von der Schmittenhöhe blicke ich ganz verträumt auf den Zeller See. © diekremserin on the go
Von der Schmittenhöhe blicke ich ganz verträumt auf den Zeller See. © diekremserin on the go

Yay! © diekremserin on the go
Yay! © diekremserin on the go
Ach, da war noch was: ich habe Jodeln gelernt. Oder zumindest geübt. Zwar habe ich vor versammelter Mannschaft und BesucherInnen der neuen Eder-Hütte (wunderbarer Flammkuchen!) durch einen Trichter gejodelt, fühle mich aber dennoch noch nicht bereit von einem Gipfel zum anderen zu Juchzen um mit anderen Bergsteigern und Kletterern in Kontakt zu treten. Dafür brauche ich noch ein paar Stunden beim lieben Jodellehrer Toni.

Jodeln macht durchaus Spass! Vor allem wenn die ganze Gruppe mitmacht. © diekremserin on the go
Jodeln macht durchaus Spass! Vor allem wenn die ganze Gruppe mitmacht. © diekremserin on the go

Lies über die Reise aus anderen Perspektiven, meiner Kollegen und Kolleginnen aus ganz Österreich:

Christina von City Sea Country und Nummer Zwei
Flo und Cori von Travel Pins
Romeo und Kathi von Sommertage
Theresa von travelwoman.at 
Elena von Creativelena
Wolfgang und Jessica von reiseblitz.com

Weitere Fotos sind hier zu finden:

#CasinoUrlaub in Zell am See


Die Einladung zur Reise erfolgte durch Casinos Austria Hotel und dem Tourismusverband Zell am See-Kaprun in Zusammenarbeit mit Hotel Feinschmeck, Romantikhotel und Wellness & Sporthotel Mavida. Verfolge die Reise meiner Kolleginnen und Kollegen auch via Social Media mit den Hashtags #zellkaprun #CasinoUrlaub #CasinoZellamSee #CasinosAustria #romantikhotel #feinschmeck #wellnesshotelmavida

07.01.2017

Chilenische Abenteuer: in der Großstadt

© diekremserin on the go

Guten Morgen, Santiago de Chile!


Zwischen 9 Uhr und 13 Uhr tut sich in Santiago de Chile, der Hauptstadt des gefühlt längsten Landes der Welt wenig. Geschäfte und Lokale öffnen erst später, Cafes bereiten den langen, ausgiebigen Abend vor. Die Sonne bleibt hier lange. Im Sommer der Südhalbkugel. Nur vier Stunden Zeitverschiebung trennen Wien und Santiago de Chile, dennoch läuft die Uhr anders. Schnelligkeit steht nicht auf der Tagesordnung, aber das ist gut so. Nach ein, zwei Tagen Gewöhnungszeit, freue ich mich, dass nicht immer gleich alles am Tisch steht, sondern, dass auch warten Qualitäten hat. Zeit, mit Freunden zu plaudern, Zeit sich das Lokal genauer anzusehen, Zeit sich zurück zu lehnen um ein bisschen zu träumen. 

Mein erstes Frühstück bestelle ich in La Cafeteria, gefunden auf The Culture Trip, wo ich mit meinen nicht vorhandenen Spanischkünsten dennoch zu Kaffee und einer Eierspeis komme. Ich fühle mich wie die Heldin des Tages.
Dos Huevos zum Frühstück - mein Spanisch ist peinlich schlecht, aber ich komme durch... © diekremserin on the go
Dos Huevos zum Frühstück - mein Spanisch ist peinlich schlecht, aber ich komme durch... © diekremserin on the go
Ich habe 1,5 Tage in der Hauptstadt bevor ich meine Reisefreunde aus den USA treffe und nach Patagonien und später in die Atacama-Wüste zum Wandern abhaue. Somit ist meine Zeit sehr begrenzt und ich versuche möglichst viel von der südamerikanischen Grossstadt auf einmal aufzunehmen. Sehr zu empfehlen ist eine Free Walking Tour - ich habe mit Andres von Spicy Chile einen echten Glücksgriff gemacht - die um 10 Uhr startet und zu unterschiedlichen Themen bis zu drei Stunden Entdeckungsreise quer durch die (Innen-)Stadt verspricht. Ich entscheide mich für die La Vega - Market Tour, wo wir neben dem Cerro St. Lucia, einem ehemaligen Inkaweg und Revolutionshügel, die vier größten Gemüse- und Obstmärkte besuchen.  

Wir bewegen uns von den Graffitis des Meeting Points bei der Metrostation Bellas Artes weg, zum Cerro, wo wir viel über das politisch gespaltene Land erfahren. Fasziniert hat mich besonders Andres Know-How über die Pflanzen aus aller Welt, die auf dem Hügel gepflanzt wurden, wie in einem botanischen Garten - inklusive chilenischen Eigenarten. Auch Charles Darwin hat auf seiner Südamerika-Tour Halt hier gemacht... 

Und dann, die Märkte: La Vega

Andres ist streng und lässt uns nichts kosten - ein Minuspunkt in der Tour, es ist Mittag und wir verspüren Hunger. Aber wir schauen nur. Neben chilenischen Dingen, die ich nach wie vor nicht zuordnen kann, wie diesen orangen Früchten (hat jemand eine Ahnung?) bin ich begeistert von der Auswahl an eingelegten Gemüsesorten - nicht nur die mir bekannten Gurkerl, sondern viele Gemüsearten reihen sich ein und bekommen die Möglichkeit haltbar zu werden. 

Die Obst- und Gemüsesorten werden nicht importiert, sondern stammen allesamt aus Chile. Nachdem das Land viele Breitengrade durchläuft, unterschiedliche Wetter- und Vegetationsbedingungen durchlebt, ergeben sich fantastische Möglichkeiten viele verschiedene Arten von Obst und Gemüse zu produzieren. Pluspunkt!
Was ist das? Auf dem La Vega Central Markt in Santiago © diekremserin on the go
Was ist das? Auf dem La Vega Central Markt in Santiago © diekremserin on the go
Mais, Mais Mais,... © diekremserin on  the go
Mais, Mais Mais,... © diekremserin on  the go

Wir schauen kurz zum Mercado des Flores, dem Blumenmarkt, wo es wunderbar nach Rosen duftet und Verkäufer Blumengestecke in Windeseile fixieren. Für die Liebe, und den Tod. 
Danke Andres, für diese aufregende und mit Wissen gefüllte Tour durch deine Hauptstadt! 

Entdecken auf eigene Faust...

Nachdem Andres zu seiner zweiten Free Walking Tour aufbricht, ich am Plaza des Armas mit W-Lan und Google Maps einen Plan für den Tag mache, weiss ich schon sehr genau, dass ein Abstecher ins Museum sein muss. Denn, zwischen 9 Uhr und 13 Uhr haben Museen durchaus geöffnet. Bei freiem Eintritt! Ich bin begeistert und erkenne erst nach dem zweiten Hinsehen, dass ich zwei Fliegen auf einmal gefangen habe: das Museo Nacional de Bellas Artes und das MAC (Museo Arte Contemporaneo). Zwischen chilenischer satirisch-kitschig aufgeladener Kunst und Le Corbusiers Südamerikaprojekten bewege ich mich durch klassizistische Hallen nach europäischem Vorbild. Hier ist Kolonialismus zu spüren.

Wenn ein Segelschiff im Museum hängt, gesehen im Museo della Belles Artes © diekremserin on the go
Wenn ein Segelschiff im Museum hängt, gesehen im Museo Nacional de Bellas Artes © diekremserin on the go

Santiago ist divers, neben Hochhäusern stehen kleinere Neubauten oder ältere Gebäude. In der sieben Millionenstadt entwickeln sich verschiedene dezentralisierte Zentren. Zum Beispiel das Italienische Viertel, das zwar in Gehnähe zum historischen Zentrum liegt, aber dennoch fast 45 Minuten entfernt ist und einen ganz eigenen Vibe mit sich bringt. Unbedingt testen: Lusitano in der Av. Condell ! Nicht wundern, dass viele Cafes Kuchen anbieten. Die deutschsprachigen Einwanderer haben dieses Wort in die chilenische Sprache eingebracht und Kuchen wird tatsächlich zu Nachmittagskaffee gegessen. 

PARE! © diekremserin on the go
PARE! © diekremserin on the go

Gute Nacht, Santiago! 

Der Sonnenuntergang ist magisch. Egal ob vom Balkon im 16. Stockwerk oder von San Cristobal, dem etwas höheren Hügel in Santiago, den ich nicht erwandert, sondern erfahren mit. Mit einer Zahnradbahn. Auch möglich ist die Gondel nach oben zu nehmen. Von dort ist der Sonnenuntergang noch besser zu sehen und die Berglandschaft rund um Santiago, im Smog oder auch an klaren Tagen, beglückt mich mit einer einzigartigen Atmosphäre. Danke, Santiago! Und Gute Nacht.  

Gute Nacht, Santiago. Allerdings geht die Sonne im Sommer hier erst um 10 Uhr abends unter © diekremserin on the go
Gute Nacht, Santiago. Allerdings geht die Sonne im Sommer hier erst um 10 Uhr abends unter © diekremserin on the go
Wohnen im Gnomo Hostel
Essen in La Mensajeria
Trinken in Kross Bar

28.12.2016

Kurztagebuch Reisen oder wohin es mich 2016 verschlug

12 Monate hat das Jahr, 11 davon war ich unterwegs, zumindest in Teilen. Ein starkes Jahr geht zu Ende.

Mein Jahr auf Instagram.


02/2016 Hauser Kaibling, Österreich




03/2016 Graz, Österreich





04/2016 Schladming, Österreich





05/2016 Weinviertel, Österreich





06/2016 Lesachtal, Rosental und Millstätter See, Österreich





07/2016 Waldviertel, Österreich





07/2016 Südsteiermark, Südburgenland, Österreich





08/2016 Siena, Italien




09/2016 Shanghai, China




10/2016 Quebec bis Toronto, Kanada





11/2016 London, United Kingdom




12/2016 Salzburger Land, Österreich




Herzlichen Dank an meine Projektpartnerinnen und Projektpartner #CasinoAustria, #Umweltzeichen, #SalzburgerLand, #FraeuleinFlora, #CreativElena, #ShangriLaPudong, #Südsteiermark, #WeingutSchauer, #Oetscher, #WaldviertelTourismus, #WeinviertelTourismus, #VisitGraz, #DieSüsseLuise, #Lend, #ReisebloggerAT !

16.12.2016

Wie daheim: #CasinoUrlaub in Zell am See-Kaprun


Duft von Zuhause

Schiurlaub vergleiche ich gerne mit dem Ideal von Heimkommen. Das Feuer prasselt im Kamin. Das Wohnzimmer ist in angenehmes, gedimmtes Licht getaucht. Es riecht nach frischgebackenen Keksen. Aus einem Zimmer schallt klassische Musik und eventuell summt jemand mit.

Guten Morgen im Mavida Sport & Wellnesshotel © diekremserin on the go
Guten Morgen im Mavida Sport & Wellnesshotel © diekremserin on the go
Hier riecht es gut.“ – mein erster Eindruck sobald ich das Wellness & Sporthotel MAVIDA im Zell’schen Schüttdorf betrete. Tatsächlich steht Weihnachtsgebäck bereit und ein überdimensionaler Adventskranz aus Reisig gibt einen wohltuenden Duft ab. Die hochwertigen Vollholzmöbel fügen sich perfekt. Ich fühle mich zuhause. Das Personal an Rezeption, Bar und Spa ist bemüht das Wohlfühlbarometer nach oben zu treiben. Sportlich genießen hier wohl während der Ironman-Zeit die Sieger ihre Freizeit. Als Ironman-Hotel betitelt verfügt das Hotel über ein Outdoor-Sportpool, in dem eine größere Distanz gut absolviert werden kann. Ein absolutes Highlight!

Nachdem ich meinen Entschluss gefasst habe bei einem Triathlon im Jahr 2018 mitzumachen, betrete ich ganz ehrfürchtig auch den Indoor-Poolbereich, wo zwar weniger Schwimmmeter, aber umso gemütlichere Atmosphäre herrscht. Nicht täuschen lassen, das Pool ist nicht aufgeheizt und fürs richtige Wellnessen ungeeignet: auch hier soll aktiv geschwommen werden! Für Genießer ist die Saunalandschaft genau das Richtige: großzügig angelegt kannst du zwischen zwei Saunen, einem Dampfbad, der Alpha-Sphere und einigen Ruheräumen (mit Wasserbetten) wählen. Ganz zurückgezogen entspannen Gäste bei Massagen und Gesichtsbehandlungen. Dazu war in meinem Programm keine Zeit – denn: auf geht’s zum Spielen ins neue Casino Zell am See!

Happy Xmas! Gemütliche Atmosphäre im Frühstücksbereich © diekremserin on the go
Happy Xmas! Gemütliche Atmosphäre im Frühstücksbereich © diekremserin on the go
Schwimmen? Yes, please! © diekremserin on the go
Schwimmen? Yes, please! © diekremserin on the go


Versuch dein Glück!

Aus dem flauschigen Bademantel wechsle ich direkt ins (auch ganz gemütliche) Etuikleid. Bevor ich mein Glück auf die Probe stelle, stärken sich meine KollegInnen und ich bei einem Casino Dinner im Romantikhotel bei Familie Hörl. Von Barbara Fischer und Veronika Suntinger erfahren wir Details zu den Casino Hotels Austria und Renate Ecker vom Tourismusverband Zell am See-Kaprun belegt mit enthusiastischem Feuer, dass die Region eine Bandbreite an Veranstaltungen und Aktivitäten bietet. Für jeden. Fast 365 Tage im Jahr. Über die kulinarischen Genüsse der Casino Hotels Austria berichte in zu einem späteren Zeitpunkt. Denn auch im Hotel Feinschmeck werden wir zu Gast sein, für das Gernot und Ursula Auer mit ausgiebigem Einsatz und innovativen Ideen arbeiten.
Einschulung am Roulette-Tisch © diekremserin on the go
Einschulung am Roulette-Tisch © diekremserin on the go

Jackpot! © diekremserin on the go
Jackpot! © diekremserin on the go


Nach einer Einschulung im Roulette, mit fünf Jetons ausgestattet traue ich mich nach langjähriger Pause und zwei vergangenen Versuchen aus den Jetons mehr zu machen als sie innerhalb von zwei Minuten zu verlieren, ans Spielen. Ich muss dazusagen: ich bin keine Spielerin. Immer überwiegt die Vernunft und das Gefühl über den Tisch gezogen zu werden. Das hat aber bestimmt mit der Frustration zu tun, noch nie gewonnen zu haben. Meine Annahme wird sehr schnell bestätigt, denn ich gewinne beim ersten Einsatz gleich drei Jetons. Diese Errungenschaft horte ich nun wie Frodo den Ring. Aber das Spielfieber hat mich durchaus angesteckt. Es macht Spaß andere bei ihren Zügen zu beobachten, den Croupiers zu zu sehen und ihre schnelle Auffassungsgabe zu bewundern.

Der Casinobesuch verknüpft mit Übernachtung und Dinner empfinde ich als reizvolles Abendprogramm nach einem langen Schitag oder von Wellnesseinheiten. Das Spielen steht für mich im Hintergrund, denn die Spannung und Aktion, gemeinsam Zeit zu verbringen, erfüllt sich zu 100 Prozent. Achtung, Weihnachtsgeschenk-Alarm! 

Einsatz und nichts geht mehr... © diekremserin on the go
Einsatz und nichts geht mehr... © diekremserin on the go


Nach meiner siegreichen Expedition in die Welt von Roulette und Black Jack, wartet nur mehr das Bett auf mich:




Lies über die Reise aus anderen Perspektiven, meiner Kollegen und Kolleginnen aus ganz Österreich:

Christina von City Sea Country
Flo und Cori von Travel Pins
Romeo und Kathi von Sommertage
Theresa von travelwoman.at 
Elena von Creativelena: Fotos,
Wolfgang und Jessica von reiseblitz.com


Die Einladung zur Reise erfolgte durch Casinos Austria Hotels und dem Tourismusverband Zell am See-Kaprun in Zusammenarbeit mit Hotel Feinschmeck, Romantikhotel und Wellness & Sporthotel Mavida. Verfolge die Reise meiner Kolleginnen und Kollegen auch via Social Media mit den Hashtags #zellkaprun #CasinoUrlaub #CasinoZellamSee #CasinosAustria #romantikhotel #feinschmeck #wellnesshotelmavida

09.12.2016

Kanadisches Bier, leicht getrunken


diekremserin, two-drink und das Bier

Distillery District ist DER hippe Bereich in Toronto für Design, Food und Drinks © diekremserin on the got
Distillery District ist DER hippe Bereich in Toronto für Design, Food und Drinks © diekremserin on the got
"One of the best things we've found in running our tours is the incredible diversity of the folks who join us. There really is something about a beer tour -- people from all walks of life getting together and having fun in a way that would not otherwise seem possible!"

Kontaktiert habe ich Oliver Dawson einige Monate bevor ich mich auf die lange Reise nach Kanada machte. Er kam mir bei der Recherche für abwechslungsreiches Programm in der kanadischen Metropole mit den Beer Lover' Tours unter. Gegründet hat Oliver sein Unternehmen 1998, als Bier noch kein Hype sondern ausschließlich Massengetränk war. Artisinal Beer oder Craft Beer wie es bei uns genannt wird, ist ein Rückbesinnen auf das Handwerk, auf die Geschichte und auf die Zutaten, das Rezept, das dem Bier zugrunde liegt.


Old Toronto Beer Tour - eine reichhaltige Möglichkeit Toronto zu erkunden © diekremserin on the go

Old Toronto Beer Tour und so weiter

Prost! Bei noch sommerlichen Temperaturen gönnte ich mich ein herrliches Erfrischungsgetränk mit Grapefruitnote und Sprudel. Bier. © diekremserin on the go
Prost! Bei noch sommerlichen Temperaturen gönnte ich mich ein herrliches Erfrischungsgetränk mit Grapefruitnote und Sprudel. Bier. © diekremserin on the go
Oliver erzählt uns bei - no, na - einem Bier, wie er dazu kam über Bier zu sprechen, sich näher damit zu beschäftigen und was ihn nach wie vor daran reizt: "Bier ist immer neuen Herausforderungen gestellt, kann neu kombiniert werden, wie zum Beispiel mit Schokolade. Beer-Food-Pairing ist noch nicht ganz en vogue, aber im Kommen..." Ich kann zwar bei keiner großen Tagestour durch Toronto mitmachen, wo der Fokus auf hohem Genussniveau liegt, aber bin dabei als Oliver mit internationalen Gästen vier verschiedene Biere verkostet. Er erklärt den Unterschied zwischen Lager und Ale, den ich mir erstmalig merke, danke Judith von two-drink für die weitere Begleitung auf meinen Bierabenteuern.


Oliver Dawson in seinem Element - er ist nicht nur Bierliebhaber sondern ein hervorragender Storyteller, der genau weiß, wie Menschen einer guten Geschichte folgen, wie die Customer Journey fesselnd ist und wo er ansetzen muss um alle mitzunehmen © diekremserin on the go
Oliver Dawson in seinem Element - er ist nicht nur Bierliebhaber sondern ein hervorragender Storyteller, der genau weiß, wie Menschen einer guten Geschichte folgen, wie die Customer Journey fesselnd ist und wo er ansetzen muss um alle mitzunehmen © diekremserin on the go
In kleinen Bechern werden uns vier verschiedene Biere kredenzt. © diekremserin on the go

Trendsetter Oliver empfiehlt außerdem noch eine Tour durch den Distillery District, wo sich neben Schmuck- und Fooddesignern auch bildende und angewandte Künstler und Künstlerinnen Ateliers geschaffen haben. In den einstigen Fabrikshallen wird gewerkelt und gearbeitet, gelötet und geklebt, gemalt und geformt. Ich fühle mich sehr zuhause...

Ach und da wäre noch die Besonderheit, die uns Oliver kredenzt. Mit einem Seitenhieb an die österreichische Schnapskultur: Bierschnaps. Kaum zu glauben, aber wahr, auch gebranntes Bier wird angeboten und der Markt dürfte es lieben. Denn Schnaps, genauso wie der japanische Sake sind voll im Trend. Ich widme mich lieber dem Altbekannten:

Prost und cheers, ich geh jetzt auf ein Bier! 




07.12.2016

Weihnachten ist, um Himmels Willen: Salzburg!


#VisitSalzburg #XmasInSalzburg

Die Überschrift ist eine Aufforderung. Eva und Matthias von Fräulein Flora haben mich eingeladen gemeinsam mit Salzburger Land in die schöne Mozartstadt zu fahren. In der Adventszeit türmen sich in Salzburg zwar die Menschen, aber trotzdem ist es besonders herrlich dekoriert. Beleuchtete Kirchen hier, Strohsterne da, helle engelsgleiche Stimmen und Glühwein. Weihnachten kann beginnen. Deshalb geht's nach einer verspäteten Ankunft (aufgrund von anderen Verpflichtungen) erstmal ins Hotel Sacher, wo ich über die spannende Geschichte der Hotels in Wien und Salzburg höre. Besonders Anna Sacher, die coole, in Männerhosen gekleidete, Zigaretten rauchende Socke fasziniert mich. Gedankennotiz: mehr über Anna Sacher erfahren! Ich bewundere vor allem den herrlichen Ausblick auf das Museum der Moderne am Mönchsberg und die Festung Hohe Salzburg. Dass auch junge Leute auf einen Kaffee die Terrasse des Traditionshauses nutzen, finde ich nicht nur sympathisch, sondern vor allem nachvollziehbar: auch ich würde mich hier in die Nachmittagssonne setzen. Selbst im Winter!

Einen Punsch später sitze ich mit meinen Bloggerkolleginnen und -kollegen bei Beef Tatar und plaudere mit Sara über ihr Heimatland Italien. Bis die Salzburger Nockerl geliefert werden. Statt der üblichen drei Berge, die mich Eischnee aufgeschlagen auf uns her kommen, sitze ich vor zehn schneebedeckten Gipfeln. Gerecht aufgeteilt, versuche ich mich nach langer Zeit wieder einmal an der wohl süßesten Köstlichkeit der Salzburger. Ausser den Fürst Mozartkugeln, die ich auch in meiner Tasche habe.

Salzburger Nockerl at it's best. Wer gerne selbst tätig wird, probiert sicherheitshalber nach Rezept zu schlagen... © diekremserin on the go
Neben Nockerl und Himbeersahne liegt das wichtigste Instrument der Blogger neben den Smartphones: die Kamera. © diekremserin on the go
Neben Nockerl und Himbeersahne liegt das wichtigste Instrument der Blogger neben den Smartphones: die Kamera. © diekremserin on the go

#Grossarl #Christkindlwerkstatt

Zum Kinderadvent in Grossarl gehoert nicht nur das Karussell sondern auch die Christkindlbackstube und die Werkstatt wo zum Beispiel Strohsterne gebastelt werden. © diekremserin on the go
Zum Kinderadvent in Grossarl gehoert nicht nur das Karussell sondern auch die Christkindlbackstube und die Werkstatt wo zum Beispiel Strohsterne gebastelt werden. © diekremserin on the go
Szenenwechsel in die Gemeinde Grossarl, etwa eine Stunde von Salzburg entfernt. Dort, wo Fuchs und Hase Gute Nacht sagen und wo Tom, der Chef des örtlichen Touristenverbands bereits wartet, um die Blogger zwei Tage lange zu begleiten. Er ist aufmerksam, traditionsbewusst und gibt Informationen zu seiner Region preis, die wohl sonst niemand so genau weiß wie er. Der Advent in Grossarl ist eine Institution, die seit zehn Jahren existiert. "Wir wollten ein Saisonopening machen, wie das auch andere Skigebiete betreiben, hatten schon alles fixiert und gebucht, aber dann kam ein Aufschrei der Bevölkerung. Das ist eine stille Zeit, haben sie gemeint, die ihnen der Tourismus nicht wegnehmen darf.", erklärt er die Besinnung auf die Stille, die Rücknahme und die Konzentration auf das Wesentliche: Familie, Genuss und Freude am Handwerk. Die Hütten, die auf der für Auto abgesperrten Straße aufgestellt werden, bieten neben Köstlichkeiten aus der Region, qualitätsvolle Handwerkskunst, die vom Tourismusverband vorab ausgewählt werden. Nicht jeder darf ausstellen, es wurden schon Anfragen abgewehrt. Qualität und Regionalität über alles.

Kinderträume werden wahr: 

Highlights für Kinder oder kindliche Erwachsene gibt es einige: von der Christkindlwerkstatt, wo Strohsterne gebastelt werden bis hin zur Christkindlpost, wo die Englein darauf warten, dass Wünsche diktiert werden, die dann feinst verpackt ans Elternhaus geschickt werden (neue Schi in Weiss, Zeit,... und?) und natürlich die Kekserlbackstube, in der ich bei Grete und Josefa himmlische Engelsboten und Christbäume aussteche und verziere. Ich bin im siebten Himmel!

Alles ist für uns vorbereitet. Keksausstecher mit Weihnachtsmotiven und genug Mehl um den Mürbteig auch tatsächlich ausrollen zu können. © diekremserin on the go
Alles ist für uns vorbereitet. Keksausstecher mit Weihnachtsmotiven und genug Mehl um den Mürbteig auch tatsächlich ausrollen zu können. © diekremserin on the go
Los gehts, mit Schürzen und Kappen ausgestattet, weisen uns Josefa und Grete ein. Tom ist auch mit dabei! © diekremserin on the go
Los gehts, mit Schürzen und Kappen ausgestattet, weisen uns Josefa und Grete ein. Tom ist auch mit dabei! © diekremserin on the go
Ich mache den Anfang, danke an Matthias für das Foto! © diekremserin on the go
Ich mache den Anfang, danke an Matthias für das Foto! © diekremserin on the go
Dekoration ist alles. Nachdem der Muerbteig ausgerollt und in Form gebracht wurde, werden die Kekserl mit geschlagenem Ei bestrichen und mit herrlichen Weihnachtsschmuck verziert. © diekremserin on the go
Dekoration ist alles. Nachdem der Muerbteig ausgerollt und in Form gebracht wurde, werden die Kekserl mit geschlagenem Ei bestrichen und mit herrlichen Weihnachtsschmuck verziert. © diekremserin on the go
Und natürlich nimmt jeder seine eigenen Kekse mit. © diekremserin on the go
Und natürlich nimmt jeder seine eigenen Kekse mit. © diekremserin on the go

Und jetzt wird verkostet... happy Christmas, liebe Leserinnen und Leser!

PS: Der weihnachtliche Adventsmarkt mit Krippenweg ist jeweils von Freitag bis Sonntag in der Adventszeit zu besuchen.




Hier sammle ich die Beiträge meiner Mitreisenden:

Romeo & Kathi von Sommertage Blog, Wien
Sabrina & Steffen von Feed Me Up Before You GoGo, München
Sonja & Moritz von Goldfasan Blog, Berlin
Sara von L'Appetito Vien Leggendo, Mailand
Rebecca von RebFre, Stockholm
Fanny von Fanny Staaf, Stockholm
Eva & Matthias von Fräulein Flora, Salzburg
Vanessa von VannDann, Fuschl
Vroni von Berghasen

Weitere Fotos von der Reise findest du hier:

#SalzburgerLand: Weihnachten in Salzburg

02.12.2016

Eager Egon: #SchieleSchauen in Krems

EGON SCHIELE - Tod und Mädchen © Thimfilm
Egon Schiele lebte und wirkte bekannterweise in Niederösterreich. Er ist einer der wichtigsten österreichischen Figuren der modernen Kunstgeschichte. Ein Vordenker. Ein Querulant. Ein Getriebener. Einige seiner wichtigsten Arbeiten ziehen ins neue Museum, in die Landesgalerie Niederösterreich, die im Frühjahr 2018 eröffnen wird.

Egon und die Wachau


In einigen Studien, in Zeichnungen und herrlich progressiven Malereien bespricht Egon die Kulturerberegion Wachau, die hübschen Städte Krems und Stein und teilt bis heute seine gezeichneten Ansichten mit uns. Dort, wo sanfte Hügel auf unwegsam, karges Gestein treffen, wo mittelalterliche Bausubstanz mit zeitgenössischer Architektur fusioniert werden. In Vorbereitung auf die Originale kann ich den Film EGON SCHIELE - Tod und Mädchen sehr empfehlen. Der von Noah Saavedra gespielte Künstler blickt auf ein kurzes, aber sehr umtriebiges Leben zurück, bevor er mit nur 28 Jahren verstarb.

Egon im Film

Sehr einprägend spielt Valerie Pachner die Liebe des Lebens: Wally. Mich begeistert der authentische niederösterreichische Akzent, der die Szenerie ins richtige Licht rückt. Mit Lebenslust, Elan und einer kindlichen Freude am Dasein wirkt die soziale Wally als Egons Dreh- und Angelpunkt. Sie gibt ihm Boden unter den Füssen, inspiriert ihn und bringt ihn zum Lachen. Dass sie dennoch als beste Freundin und Seelenverwandte nicht seine Ehepartnerin wird, ist schmerzhaft mit an zu sehen. 



Am 3., 8. und 11. Dezember bietet das Kino im Kesselhaus abermals die Chance den träumerischen Film zu sehen, der in eine andere Welt entführt. 







27.11.2016

Gosh, this is London

Eine Woche im (außer)europäischen Nabel der Welt

Guerilla Girls mit Is It Even Worse in Europe? at Whitechapel Gallery © diekremserin on the go
London und ich, wir lieben uns. Ich kenne London vorwiegend sonnig, mit strahlend blauem Himmel und freundlich lächelnden Menschen. Man sagt, dass London anders kann. Regen und so. Ich bin mir nicht sicher, ob dies nicht ein böses Märchen ist, um Menschen davon abzuhalten sich hier niederzulassen. London ist die Stadt der Fashion, des Designs, der Coolness, der Gay-Community und der Kunst. London zieht mich an und aus. London ist sexy. London kann. Lndn.



Fulham, South Kensington, Hackney, White Chapel. Diese vier Stadtviertel der britischen Metropole (wer den Unterschied zwischen GB, UK und England noch IMMER nicht verstanden hat, hier ein kurzes Video zum Drüberstreuen) waren mir bis vor meinem letzten Besuch NICHT oder nur am Rande bekannt. Nachdem ich tagtäglich meine Vor- und Nachmittage im V&A Museum direkt an der South Kensington Tube-Station verbrachte, konnte ich hier sowie im benachbarten Fulham einige Cafés und Lokale besuchen, die ich ganz gut fand. Und am Wochenende? Hackney natürlich, das neue Hipster-Viertel.

Fulham & South Ken

Hereinspaziert in die herrliche Welt zwischen Fulham und South Kensington, dort wo West Brompton auf neuerrichtete Gebiete trifft. Earl's Court ist eine Großbaustelle und wird bald Apartments, neue Shops und wunderbare Lokale beheimaten. Gleich daneben ist der Brompton Cemetery, den ich erlaufen konnte. Bei strahlendem Sonnenschein und einer kleinen, aber feinen Schicht aus Reif. 
Eingang zum Brompton Cemetery, der nicht nur zum Spazieren, sondern auch zum Laufen sehr empfehlenswert ist © diekremserin on the go
Eingang zum Brompton Cemetery, der nicht nur zum Spazieren, sondern auch zum Laufen sehr empfehlenswert ist © diekremserin on the go
Have a little coffee outside, im Love Cafe © diekremserin on the go
Have a little coffee outside, im Love Walk Cafe © diekremserin on the go
Am ersten Tag, gleich ein typisches britisches Breakfast. Mit Baked Beans, fried egg, spinach und sogar Sauerteigbrot, das gerade voll angesagt ist © diekremserin on the go
Am ersten Tag, gleich ein typisches britisches Breakfast. Mit Baked Beans, fried egg, spinach und sogar Sauerteigbrot, das gerade voll angesagt ist © diekremserin on the go

Die meiste Zeit meiner siebentägigen Londonreise verbrachte ich wie gesagt im V&A Museum. Dort liess ich mich auf Sonderausstellungen (Say You Want A Revolution, Undressed) und Dauerpräsentationen ein, sehr zu empfehlen sind die neugestalteten Galerieräumlichkeiten zu 'Europe 1600-1815'. Französisches, italienisches und britisches Design at it's best, sage ich dazu nur. Dass das Museum einen neuen Platz zum Verweilen, einen neuen Eingang und eine neue Ausrichtung plant, ist super spannend und macht Lust drauf nächstes Jahr wieder zu kehren. Also, Design, Fashion und Performance, ich kehre wieder!

Eintritt frei in die Sammlungen. Unbedingt mit den Angestellten der Visitor Experience plaudern. Oder eine der beiden kostenlosen Führungen täglich besuchen.

White Chapel & Hackney

Was für ein Glück, dass einer meiner absoluten Heros der zeitgenössischen Kunst momentan seine grenzgenialen Arbeiten in einer Ausstellung in White Chapel zeigt. William Kentridge, der südafrikanische Künstler, der sich zwischen Theater, (Animations-)film und bildender Kunst bewegt, beweist (mir) in seiner Präsentation Thick Time das Zeit (no, na) relativ ist. Sein kritischer Geist politischen Gefügen gegenüber, z.B. gegen die Apartheid in Südafrika, ist in all seinen Arbeiten intensiv spür- und erlebbar. Als Sohn einer bürgerlichen Anwaltsfamilie bewegte er sich stets in privilegierten Kreisen, sein Vater vertrat Nelson Mandela 1958. Der 1955 geborene Künstler legt sich nicht fest, nach wie vor lotet er die Grenzen zwischen den Disziplinen aus, lässt sich nicht einschränken auf 'nur' Zeichnung, 'nur' Oper, 'nur' Bühne. Kentridge bleibt hellhörig, aufnahmefähig, unruhig und legt der Welt einen Spiegel vor. Wenn auch subtil und in schöne Geschichten verpackt. Mein Lieblingsraum ist der letzte im Obergeschoss der Whitechapel Gallery. Das Eintauchen in eine fremde Welt, ganz in schwarz fühlt sich an wie das vermeintliche Traumland, das ich suche. 

Bis 15. Jänner 2017. Unbedingt anschauen. 





Großartige Wandteppiche, auf denen Stadtgefüge mit sowjetischer Symbolik überlagert ist.  Streets of the City von 2009 © diekremserin on the go
Großartige Wandteppiche, auf denen Stadtgefüge mit sowjetischer Symbolik überlagert ist.  Streets of the City von 2009 © diekremserin on the go

Mit dem Bus fahre ich zur Brick Lane, der aus diversen Liedtexten bekannten Londoner Straße, die heute aus Flohmärkten, Markthallen und coolen Lokalen besteht. Der hippe Spirit hat dort voll eingeschlagen und am Broadway Market gibt es kaum durchkommen. Ich bin überfordert von der Coolness, die dort an den Tag gelegt wird, von den vielen Schlangen vor den Lokalen (El Ganso soll herrlich sein) und dem hefelastigen Geruch von frisch gebackenem Brot. Ja, es gibt Sauerteigbrot. The new thing hier! Ich will nicht sarkastisch klingen, aber ich bin gegen gehypte Stadtviertel, die andere Menschen aus ihren halbwegs leistbaren Wohnungen verdrängen und einen Ort unleistbar machen. Gentrifizierung.

Trotzdem hat dieser Ort, Hackney, etwas für sich. Die belebten Straßenzüge bestehen aus lokalen BetreiberInnen, die biologische Lebensmittel verkaufen, die ihr Handwerk beherrschen und sich darauf zurückbesinnen selbst etwas gestalten zu wollen. Hier herrscht durchaus Aufbruchstimmung. Anti-Brexit-Stimmung. Das tut gut.

Hackney ist völlig neues Pflaster für mich... © diekremserin on the go
Hackney ist völlig neues Pflaster für mich... © diekremserin on the go

.. und es ist hip, hipper, the hippest - Food Trucks, Designerstores, alte Fabriksgelände die nun als The Places To Be betitelt sind.
... und es ist hip, hipper, the hippest - Food Trucks, Designerstores, alte Fabriksgelände die nun als The Places To Be betitelt sind. © diekremserin on the go
Wunderbare Galerieräumlichkeiten und lustige/spannende/nachdenkliche Ausstellungen werden gezeigt © diekremserin on the go
Wunderbare Galerieräumlichkeiten und lustige/spannende/nachdenkliche Ausstellungen werden gezeigt © diekremserin on the go

Gleich neben der Tube-Station Bethnal Green liegt die Dependance vom V&A Museum, das Museum of Childhood in dem die Sammlung von Spielzeug untergebracht ist. Eine grosse Halle, die einer Industriehalle gleicht, oder einer Markthalle, die allerdings im 19. Jahrhundert an diesem entlegenen Ort Londons in ein Arbeiterviertel gebaut wurde, um den arbeitenden Menschen die Möglichkeit zu bieten ebenso zu lernen. Lange Öffnungszeiten und die ersten elektrischen (bzw. mit Öl betriebenen) Lampen waren hier wichtig, um den ArbeiterInnen die Chance zu geben sich britisches Design anzusehen. Heute beherbergt die Halle wie gesagt Spielzeug. Durch die Jahrhunderte. Puppenhäuser, Brettspiele, Seifenkisten,... alles was das Kinder- und kindgebliebene Erwachsenenherz begehrt. Die Ausstellung zu den Brettspielen seit der Antike ist als Spiel aufgebaut und macht Spaß. Kuchen und Kaffee sind hier zu empfehlen. 

© diekremserin on the go
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Eintritt frei. Tägliches Programm.

Danach einen Abstecher in die Paradise Garage, deshalb: 

Highlight:  Essen in der Paradise Garage in Bethnal Green - vergleichbar mit einem U-Bahn-Bogen am Wiener Gürtel © diekremserin on the go
Highlight:  Essen in der Paradise Garage in Bethnal Green - vergleichbar mit einem U-Bahn-Bogen am Wiener Gürtel © diekremserin on the go
Wunderbare Kreation - offenbar sind Cereals der neue Balsamico, die überall drüber gestreut werden... © diekremserin on the go
Wunderbare Kreation - offenbar sind Cereals der neue Balsamico, die überall drüber gestreut werden... © diekremserin on the go
Schokowahnsinn in der Paradise Garage! © diekremserin on the go
Schokowahnsinn in der Paradise Garage! © diekremserin on the go

#VisitLondon. Ein Arbeitsauftrag für dich als Reisende. London ist immer einen Besuch wert.
Einige weitere Fotos von der Stadt der Städte findest du auf meinem Flickr.com-Account:

#VisitLondon
Ab nach Hause... © diekremserin on the go


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