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Chilenische Abenteuer in der Großstadt

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Die Travel Bucket List 2017 - wohin gehe ich, wohin fliege ich, wohin fahre ich und was sehe ich mir an...

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20.03.2017

Endlich wieder Donaufestival

Abverlangt würde ich nicht sagen, denn ein Besuch beim Donaufestival soll keine Prüfung sein. Wir setzen und hoffen auf Menschen, die mit einem offenen Blick nach Krems kommen.

Thomas Edlinger, Künstlerischer Leiter donaufestival

Keiichi Matsuda : Hyper Reality, Am donaufestival 2017:
28., 29., 30. April, 5., 6. Mai
Party, Party, Party. Das donaufestival war für mich immer eine große Party. Wenn auch mit nachdenklichen und seriösen Momenten. Wenn ich zu Particja German in die Limousine steige. Oder wenn Peaches Amanda Palmer auf der Bühne zum Geburtstag gratuliert. Oder God's Entertainment Zoo spielen lassen. Oder aber die Situation Rooms mögliche, dokumentarische Geschichten erleben lassen, als wäre ich jemand anderer. 

Einstürzende Neubauten © Monte Sinabel
Heuer geht es, mit dem neuen Leiter Thomas Edlinger, um Empathie. Um Zugänglichkeit. Um Einfühlsamkeit. Aber auch um Technik. Letztendlich verhandelt die Gesellschaft wie sich Kunst bzw. Musik in gesellschaftliche Prozesse einfindet.

Zwischen Musik und Geräusch

Meine ersten Recherchen auf der neuen Website des donaufestival ergeben, dass ich mich vorläufig besonders auf den Auftritt der Einstürzenden Neubauten freue. Neubauten-Musiker Alexander Hacke und die Künstlerin Danielle de Picciotto lernte ich im Artist in Residence Programm kennen, während sie zwei Monate in Krems zu Gast waren. Mit ihnen durfte ich spannende Aspekte zum Brechen von Konventionen im Alltag und in der künstlerischen Laufbahn besprechen. Wie sich das auf das Zusammenspiel der Einstürzenden Neubauten in Krems auswirkt, erwarte ich mit Spannung. Das Berliner Kollektiv rund um Blixa Bargeld, N. U. Unruh, Gudrun Gut und Beate Bartel wurde 1980 gegründet (Hacke war mit 15 Jahren schon Teil der Runde) und erreichte in den 1990er-Jahren ihren Höhepunkt - wenn auch musikalisch in keine Schublade zu stecken. Denn neben Geräusch und Melodik und dem jeweiligen Zusammenspiel, wurden künstlerische Projekte neben der Musik für die Mitglieder wichtig. Den letzten Coup landete die Band am 21. Jänner 2017, als sie in der neueröffneten Elbphilharmonie in Hamburg auftraten. Ironie?

„Auf den unterschiedlichsten Tonträgern der unterschiedlichsten Künstler taucht er auf. Von Klezmer-Folklore über Country bis Speed Metal – Alexander Hacke ist nichts fremd. Hacke kennt und kann alles.“ 

David Pfister, Musikjournalist, FM4

Hinterfragen von Realitäten 

Ein weiteres Thema, das sich im menschlichen Zusammenleben auftut, ist die Schnelllebigkeit und die Flexibilität von Realität. Wie real ist dies wirklich? Mit Hyper-Reality versucht der intermediäre Designer Keiichi Matsuda physische und virtuelle Realitäten zu verbinden und zu hinterfragen. In der sechs-minütigen Aufnahme bietet er ein Kaleidoskop von Farben, Erzählungen und Formen, die vermeintlich miteinander in Verbindung stehen. Keiichi arbeitet mit Symbolik und bedient sich moderner Interpretationen aus Augumented Reality und 3D-Technologien. Spannend wird sein, wie dies im Komplex des übrigen Programm eingebunden wird. Mit Kickstarter konnte er sich das Projekt, das in Medellin, Kolumbien produziert wurde, mittels Crowdfunding finanzieren.

A Two Dogs Company /  Kris Verdonck: IN VOID (Ghostlight) © John Ellwood

Wie weit geht Empathie? 

In Zeiten in denen Menschen gefordert werden, anderen gegenüber emphatisch zu sein, wie viel Gefühl bringen sie dann für Szenen auf, die A Two Dogs Company und Kris Verdonck präsentieren? Gibt es Empathie für Etwas? Für Material? Für Dinge? Fragen über Fragen. In der österreichischen Erstaufführung von IN VOID spielen Licht, Schatten, Inszenierung, Objekt und Tanz ohne Menschen im Vordergrund. Wie fühlt sich hier Empathie an?

“There is a place around the corner, where your dead friends live.”

aus Dead Friends, Blixa Bargeld

Das gesamte Programm des donaufestival 2017 findest du hier


18.03.2017

Vom Zauber der Literatur


Wie jedes Jahr seit bereits 19 Jahren lädt das Unabhängige Literaturhaus Niederösterreich (ULNÖ) zu drei Tagen Literatur, Philosophie, Wein und Genuss ein. Dieses Zusammenspiel nennt sich Kulturenfestival, bei dem diverse Spielorte in und um Krems mit literarischen Größen aus dem In- und Ausland lesen, reden und rezitieren.

Von 6. bis 9. April 2017 sind also in Stift Göttweig, im Salzstadl Krems und direkt im ULNÖ junge wie renommierte AutorInnen zu Gast, die sich im Zusammenspiel mit regionalen WinzerInnen einem literaturinteressierten Publikum präsentieren. 



Zwischen Physik, Mathematik und Literatur mit einer Prise Philosophie bewegen sich Rudolf Taschner und John Wray bei ihrer Lesung und dem Gespräch, moderiert von Klaus Zeyringer, am Samstag, 8. April ab 10.30 Uhr. "Vom Zauber der Welt, der Zeit & anderen Wunderlichkeiten" nennen sie ihr Programm, in der es um ein komplexes Weltbild geht - ist es komplex geworden oder hat es durch Beschleunigung und ständige Erreichbarkeit an Undurchsichtigkeit gewonnen ? - und das Spannungsfeld zwischen Entschleunigung und absoluter Flexibilität besprochen.

Tickets gibt es hier! 

Man reiche den (Spritz-)Wein! 

Die Weinbegleitung folgt erst abends, wenn wieder John Wray, aber auch Jonas Lüscher, Sabine Gruber, Michael Krüger, Reinhard P. Gruber und die Tsatsiki Connection zu Wort und Ton kommen. Im schönen Ambiente des Brunnensaals des Stift Göttweig können neben den Lesungen Weine der folgenden Winzer genossen werden. Welche Sorten ich empfehle? Nicht ganz einfach ... Grüne Veltliner reihen sich aneinander, unbedingt überall ein Schlückchen nehmen - aber nur so viel, dass auch noch die Lesung zu genießen ist.

Weingut Fred Loimer 
Weingut Hirsch
Wein & Wohnen Kroneder
Weingut Bruno Kirschbaum
Weingut Johann Topf
Weingut Schloss Gobelsburg

Die Weintradition im Kamp- und Kremstal hat sich in den vergangenen Jahrzehnten professionalisiert und auf einen sehr modernen Stand gebracht. Die WinzerInnen geben Acht auch die richtige Lage, das Terroir, für die richtige Rebe, sodass - richtige Erde, richtige Pflanze - große Weine wachsen. Einfluss darauf haben aber Naturereignisse, wie Frost im Frühjahr, zu feuchte oder zu trockene Jahre, Schädlinge, Naturkatastrophen, wie Hagel, und natürlich dann die jeweilige Linie des Winzers und der Winzerin in der Kellerarbeit. Die Liste aller teilnehmenden WinzerInnen ist online abrufbar.

"Kann man denn außerhalb der Zeit schlafen, atmen, denken? Mit anderen Worten: überhaupt leben?" 

Aus: John Wray, Das Geheimnis der verlorenen Zeit, Rowohlt 2016.

Ich bin gespannt auf die Kombination von Lesegenuss und Gaumenfreude. Entstehen neue Geschichten, behalte ich Geschichten besonders oder gar anders im Kopf, lasse ich mich eher auf Lesungen ein? Mit all diesen Fragen gehe ich auf dieses Festival zu.

Ganztägiges Nachdenken 

Oh und noch dazu ist das Stift Göttweig einen längeren Aufenthalt wert: als #TopAusflug2017 besuche ich nicht nur die Stiftskirche sondern auch den barocken Stiftskomplex mit wunderbarem Garten. Er wird Teil meiner Klösterreise von Stift Altenburg bis Stift Melk werden. Aufregend...

Ein Beitrag geteilt von MGDLN (@mz.ktz) am


14.03.2017

Kinoabend: Jackie

What was real, what was performance? 

Jackie Kennedy, oder Jackie O wie sie später, in ihrer zweiten Ehe mit dem griechischen Reeder Aristoteles Onassis, genannt wurde, begleitet mich zirka seit 15 Jahren. In der Schulzeit beschäftigte ich mich intensiv mit der mystifizierten Geschichte rund um den Kennedy Clan. Um die vielen Anekdoten, die in Büchern, im Web und in Magazinen, zur gelenkten Darstellung einer faszinierenden Familiengeschichte beitragen. Mit Natalie Portman's Inszenierung der Präsidentenwitwe fügen die Hollywoodschreiberlinge eindeutig ein neues Segment zum Mythos Jackie Kennedy hinzu.

Film Still, Jackie © TOBIS

"Viele Leute glauben tatsächlich, sie haben eine Vorstellung davon, wer meine Mutter war. In Wirklichkeit aber haben sie nicht die Spur einer Ahnung von ihr." 

Caroline Kennedy

Vor dem Ansehen des Films Jackie, für den Natalie Portman nach Black Swan zum zweiten Mal als beste Hauptdarstellerin für die Oscars nominiert wurde, empfehle ich diverse Einblicke in die popkulturelle Aufarbeitung des Kennedy-Mythos. Die gewollte Vermischung zwischen Realität und Beschönigung, die schon zu Lebzeiten des Clans praktiziert wurde, erkennst du am besten in verschiedenen Medien. Ans Herz lege ich jedem das Buch, herausgegeben von Jackie Kennedy, das auch als Vorlage zum Film dient: Gespräche über ein Leben mit John F. Kennedy. Sechs einhalb Stunden gewährt Jackie dem Journalisten Arthur M. Schlesinger direkte, intensive Einblicke in ihr Leben als Präsidentengattin und Frau des vermeintlich präsentierten Selfmade-President.

Was ich an Jackie so mag: 

Natalie Portman / Jackie Kennedy © Generic Medium 

  • Der Wandel des Charakters: ganz ehrlich, Natalie Portman inszeniert die reale Person so getreu den Aufzeichnungen, das sie vorerst unsympathisch erscheint. Darauf baut sich der gesamte Film auf. Wie wird aus Mitleid, Sympathieverlust und Arroganz eine Person, die für die Zuseher dennoch spannend bleibt? 
  • Gänsehautfaktor durch Musik. Ich bin anfällig für gute Filmmusik und merke immer, wie sie eingesetzt wird, Spannungsmomente erzeugt oder ganz einfach untermalend. Besonders eigen sind Filme, die mit wenig Musik auskommen. 
  • Feiner Cast: das Team ist großartig. Natalie Portman würde ohne den (gespielt) unsicheren, aber fordernden Journalisten (Billie Crudup) in ihrer Rolle nicht so brillieren. Jack, John F. Kennedy, und sein Bruder Bobby, Robert, wurden hervorragend ausgewählt: Caspar Phillipson ist dem Präsidenten aus dem Gesicht geschnitten, Peter Sarsgaard erzählt zwischen stoischer Ruhe und aggressiver Angespanntheit die Position des Bruders... 
  • Die Weitwinkeleinstellung im Wechsel mit Close Ups auf die emotionsgeladenen Gesichter der SchauspielerInnen. Kameraführung und Sequenzen: Top! 

Ein weiterer Tipp die Kennedys aus einer anderen, diversen Perspektive kennen zu lernen: The Kennedys von 2011 als Mini-Series produziert.




Nächster Kinoabend: Neo Rauch. Gefährten und Begleiter.

04.03.2017

Kinoabend: Wilde Maus

Unsere Jugend wird dahin sein...

Mit Josef Haders Kabarettprogrammen bin ich aufgewachsen. Ich kann mich erinnern, dass ich in der Bühne im Hof, ganz zu Beginn von Hader muss weg in der ersten Reihe saß und begeistert war von der Vielschichtigkeit seiner Charaktere, in die er skurriler Weise immer schneller und unaufhaltsamer schlüpfte. Aber Kabarett ist nicht alles. War es in der Laufbahn des gebürtigen Oberösterreichers nie. Film, also.



Ich bekenne mich zum Hader-Fan. Nach Indien, den Wolf-Haas-Verfilmungen und dem grotesken Pathologie-Zweiteiler, in denen Hader die Hauptrollen spielte, also Wilde Maus. Diesmal steht er nicht nur nackt, mit und ohne Haube und zersprungenen Brillengläsern vor der Kamera, sondern hat die Zügel auch als Regisseur und Drehbuchautor in der Hand. Die Rolle des exzentrisch-verbitterten, knallharten Musikkritikers Georg verleibt sich der Schauspieler ein. Hader wird zu Georg oder vice versa. Zumindest ich als Zuseherin nehme dies wahr.

© Filmladen


Humor zum Schießen! 

Als harte Verfechterin des dunklen, ostösterreichischen Humors, des Jammerns und unaufhörlich ungut Seins, ist Wilde Maus genau meine Wellenlänge von Witz. Die skurrile, und dennoch realistische Situation des Mitfünfzigers, der gekündigt wird und zum gnadenlosen Grenzgänger der Überschreitungen wird, ist absolut nachvollziehbar. Ich sympathisiere mit dem Hauptdarsteller. Der Chef ist ein Arsch. Selbst als Georg in letzter Verzweiflung und absoluter Unzufriedenheit mit Waffen hantiert... aber zu viel will ich nicht verraten. 

Spannend finde ich, dass vieles ungeklärt bleibt. Die ersten Affekthandlungen sind nachvollziehbar, weiters werde ich als Zuseherin nur bedingt über das emotionale Innenleben des Hauptdarstellers aufgeklärt. Unreflektiert handelt er, unreflektiert sieht man zu. Auch das macht den Film so lebensnah und realistisch. 

Grenzgänger der Gesellschaft

Pia Hierzegger und Georg Friedrich in den Rollen, die Georg am nächsten sind - Frau und Freund - stellen selbst Personen am Rande des Abgrunds dar. Sie, die ein Kind will, aber schon zu alt ist. Er, der keine gesellschaftlichen Vorschriften einhält. Und im Fokus: die wilde Maus. Die Vergnügungsbahn im Wiener Prater, wo einige windige Geschichte ablaufen. 

Ein Beitrag geteilt von BILDERBUCH (@bilderbuchmusik) am


Heißer Tipp I: unbedingt bald anschauen! 
Heißer Tipp II: Filmmusik von Wilde Maus


Ein Beitrag geteilt von Nikolaij Janocha (@nikolaijjanocha) am


Nächster Kinoabend: Jackie

28.02.2017

Silent Skiing vs. Skipartying

Ski Amadé und die Vielfalt der österreichischen Alpen



Die Schifahr-Saison ist fast vorbei, aber dennoch: Ich oute mich nun als leidenschaftliche Schifahrerin. Seit immer und ewig. Anders wie meine Reisepartnerin Vanessa von vanndann.at, die sich fürs Snowboarden entschied. Ich hasse üben. Und mit 15 hasste ich üben noch mehr als ich es jetzt tue. Somit war Snowboarden lernen (equals üben) nicht drin. Glücklicherweise wurde Schifahren wieder cool.

Im Schigebiet Großarltal-Dorfgastein kann man sich austoben - egal ob auf zwei Brettern oder einem. Ich habe diese beiden Schönheiten vom hiesigen Wintersportverleih erhalten und mich sehr schnell an sie gewöhnt.

Hallo ihr zwei Hübschen! © diekremserin on the go
Hallo ihr zwei Hübschen! © diekremserin on the go

Noch liegt der Nebel im Tal, aber der blaue Himmel begrüßt uns schon am Gipfel. Wir erklimmen auch noch das Gipfelkreuz, das war härter als ich vorerst angenommen hatte.

Skiing makes your butt... ok es ist cheesy, aber trotzdem mag ich den Gymsac von #SkiAmade © diekremserin on the go
Skiing makes your butt... ok es ist cheesy, aber trotzdem mag ich den Gymsac von #SkiAmade © diekremserin on the go
Der Ausblick! © diekremserin on the go
Der Ausblick vom Gipfel © diekremserin on the go
Nebel ... und ... Schnee © diekremserin on the go
Nebel ... und ... Schnee © diekremserin on the go
Nach einem langen und sonnenintensiven Schitag komme ich zurück ins Hotel Alte Post in Grossarl. Dort suhle ich mich im Saunatrakt zwischen Dampfbad und finnischem Schwitzbad, freue mich aufs hervorragende After-Ski-Essen und gehe das Sportlerinnenleben sehr ruhig an. Mit meinen Mitreisenden aus Schweden, Deutschland, Italien und Österreich ergeben sich wunderbare Gespräche und letztendlich auch noch die Kegelpartie im 80-er Jahre Kegelkeller. Schifahren kann so entspannend und ruhig sein!

Party, die ganze Nacht... 

Anders geht's da auf meinem Hausberg, der Planai, in Schladming zu. Wie soll ich morgens überhaupt aufstehen, um in meine - wieder einmal geborgten - Schischuhe zu kommen? Party bis vier Uhr morgens, Tanzen in Schischuhen, Apres-Ski: die Schladminger bauten sich nach der erfolgreich absolvierten und ausgerichteten WM 2013 ein Partyimperium auf.

Wenn ich mit Einheimischen spreche, egal ob jung oder alt: wir profitieren vom Sauftourismus, heißt es da. Am Wochenende fahren 80 und mehr Busse mit Tagestouristen zur Talstation an der Planai. Die Tenne, wohl größte Apres-Ski-Bar, steht präsent gleich daneben. Schifahren ist ein großes Spektakel, Hulapaloo. Versteh mich nicht falsch, ich bin ein Partygirl. Ich mag es mal weg zu gehen, mit Freundinnen zu tanzen, gute Musik und auch den einen oder anderen Drink. Allerdings ist die Schladminger Strategie zu überdenken.

Skiing in Schladming
Gipfel erklommen, juhu © diekremserin on the go


Das Pistenerlebnis allerdings ist ein herrliches: 123 feinste Pistenkilometer, Skirouten und Wege zum Gipfel. Eine Schifahrerin wie ich träumt nur davon sich über neue rote, schwarze oder blaue Pisten zu wagen. Am liebsten kehre in on top bei Onkel Willy's Hütte oder in der Mitterhaus-Alm ein. Zum Party Machen auf der Piste (inkl. Zugang zur Gondel zur sicheren Talabfahrt) ist die Schafalm, die zu den jüngsten Hütten zählt.

Skiing in Schladming
Dieser Ausblick auf den Hauser Kaibling und in die Ferne zum Toten Gebirge und ins Gesäuse,... immer nur her damit! © diekremserin on the go


Was nie fehlen darf, ist die richtige Verpflegung: Apfelstrudel mit Vanillesauce, oh ja, bitte gerne!

Skiing in Schladming
:) Yummy © diekremserin on the go 





Adieu aus Schladming und dem Großarltal. Ich genieße beides, auf den Brettern, die die Welt bedeuten... alle Jahre wieder... 


12.02.2017

Reisen mit Snapchat: zwischen Spaß, Frust und Widerwillen

Instastories sind das neue Snapchat! 

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Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich diesen Artikel als Experiment im Frühsommer 2016 begonnen habe und versuchte auf all meinen Reisen Snapchat als Videotool, kurzweilig, spannend, ohne viel Nachzudenken, anzuwenden. Mir ist es nicht leicht gefallen, denn Video stellt sich für mich als nicht praktikables Storytelling-Tool heraus. Ich bin keine Sprecherin, keine Person, die gerne vor der Kamera spielt, niemand, der sich stundenlang mit einem Storyboard auseinandersetzt. Die Ratings auf Google und vor allem auf der Social Media Plattform Facebook sind für Videos allerdings besser. Deshalb probiere ich es dennoch.

Mit dem Anmelden auf Snapchat (add me) ist ein erster Schritt getan, ich setze mich mit dem Medium, das den Geist als Label hat auseinander. Wischen, Filter (damals noch mit einem alten iPhone, das keine Möglichkeit zur Gesichtserkennung hatte), Geofilter,... alles da. Auf I Am Digital entstand schon 2015 ein wichtiger Artikel für Reiseblogger und wie sie Snapchat erfolgreich nutzen können. Ist das wirklich so? Ist Snapchat 2017 nicht schon längst überholt? Nutzen es tatsächlich auch Menschen, die sich für Reisen in alle Welt interessieren oder dient es einer schnellen Bild- und Videoübertragung zwischen Teens und testfreudigen Junggebliebenen ... außerdem, wie grenzt sich die Instastory, die Mitte 2016 gelauncht wurde, davon ab?

Fragen über Fragen, die TravelOnToast versuchte zusammenzufassen und sogar ein paar Tipps und Tricks verrät wie Reiseblogger originell den 24-Stunden-Dienst nutzen können. Snapchat macht Spaß zwischen Freunden und Freundinnen, man schickt sich Fotos mit lustigen Einhorn oder kotzenden Regenbogen-Filtern hin und her, erzählt sich kurze Stories mit Trollgeräuschen oder verzaubert als Harry Potter die Umwelt mit Narbe auf der Stirn. Natürlich gelten auch kurze Aufnahmen von Urlaubsimpressionen - Klassiker, das rauschende Meer - oder Selfies around the world mit dem korrekten Geofilter dazu.

video


Spaßzone Snapchat! 


Ganz oft höre ich von bekannten Reisebloggern und natürlich auch im Privaten: Ich check das nicht. Ich bin zu alt dafür. Ich muss meine kleine Nichte fragen, wozu ich Snapchat verwenden kann.

Ehrlich gesagt, bin auch ich mir nicht immer sicher ob Snapchat nicht vorwiegend ein Spaßutensil ist, zum Zeitvertreib und gleichzeitig sehe ich es als Chance zu experimentieren. Glücklicherweise sind Video und Bild nur 24 Stunden zugänglich, werden gelöscht... ich probiere also aus und überlege nicht lange, welches Bild reinkommt. Philipp Steuer hat einen wunderbaren Newsletter mit immer wieder neuen Ideen und Infos zu Snapchat, den ich sehr, sehr regelmäßig lese. Außerdem lege ich allen die Onlinepublikation Snap me if you can von Philipp ans Herz.


Viel lieber nutze ich im Moment die Instastories, die sich wunderbar mit dem Instagram-Account verbinden lassen. Aber auch hier gilt: Spaß! 

@lucietae auf instagram
@diekremserin auf snapchat 

08.02.2017

ARTIST IN RESIDENCE: Besuch einer Weltenbummlerin

Während ich auf Sujin Lim im Wellen.Spiel an der Donau warte, mache ich mir rückblickend Gedanken zu den Arbeiten, die ich von ihr gesehen habe. Einerseits war die Niederösterreichische Kulturpreisträgerin mit ihrer filmischen, sensiblen Kritik an an globalen Systemen im NÖ dok in St. Pölten ausgestellt und andererseits durfte ich ihre Arbeiten schon im Rahmen der AIR-ARTIST IN RESIDENCE Meetings kennenlernen.


Bewohnerin der Erde

Sujin Lim eilt mit einem Lächeln herein - Am I late? - ich verneine. Die letzten Tage der Südkoreanischen Künstlerin, die sich selbst als Fremde in allen Teilen der Welt bezeichnet, ihrer Residency in Krems sind hereingebrochen. Nach dem Versuch eine Apfelschorle zu bestellen, konzentrieren wir uns darauf, mehr von einander zu erfahren: was macht die Arbeit von Sujin so besonders? Woher kommt ihre unbändig ruhige Faszination sich mit schwierigen, schweren Themen auseinanderzusetzen? Wozu hat sie Krems inspiriert? 

Das Fremd-Sein war in Krems ein Thema. "Ich wurde von Menschen angesprochen, als ich am Fluss war und dort Filmaufnahmen gemacht habe." Die asiatischen Attribute eröffnen Sujin in Krems offenbar Gesprächsmöglichkeiten. Die stets überlegt nachdenkliche Weltenbummlerin erzählt von einer Begegnung mit einer Frau, die ihr einen Sack mit getrocknetem Brot überreicht. Non-verbale Kommunikation zählt. Sujin übernimmt was die Frau offenbar aufgrund eines körperlichen Defizits nicht mehr machen kann: sie füttert die Vögel. Das erhellt das Gesicht der Frau und sie lächelt ebenso wie Sujin. Begegnungen wie diese berühren und Sujin erzählt diese Geschichte als wäre es eine Offenbarung. 

1 ARTIST-IN-RESIDENCE // Sujin Lim ist die erste Interviewpartnerin für #diekremserinotg2017 und wir haben uns gemütlich zum Plaudern im Kremser Wellen.Spiel getroffen. Die Reisende und sanfte Künstlerin der harten Realität erzählt von ihrem Projekt in Krems, von ihrer Faszination der Kernkraft und vom ständigen Hinterfragen und poetischen Neudenken dieser unnahbaren, schweren Realitäten. Sie versucht durch ihre Interventionen neue Perspektiven zu finden und jene den Menschen vor Ort als mögliche Lösung anzubieten. Geb 1979 in Südkorea. Heute, Weltenbummlerin. #exploreaustria #austriangirl #artistinresidence #air #portrait #artist #artlover #artblogger #interview #diekremserin #wellenspiel #kremstagram #persoenlichkeit #sospannend #wow #happyweekend #keintagohnekunst #sujinlim #southkorea #kunsthallekrems
Ein von diekremserin on the go (@lucietae) gepostetes Foto am


Sujin ist Geschichtenerzählerin. Sie deckt auf. Sie gibt Menschen eine neue Perspektive ihrer Umwelt. Sie sensibilisiert andere Perspektiven einzunehmen. "Es gibt immer einen Weg...", meint sie während des Gesprächs. Beeindruckt hat mich vor allem ihr poetisches Umgehen mit Verboten und Gesetzen in streng geordneten Autokratien, z.B. als sie im Iran war. Tanzen ist dort verboten. Sprich dem Bewegen zu Musik geht eine Strafe einher. In einem etwa elfminütigen Film umgeht Sujin dieses strikte und für mitteleuropäische Verhältnisse unverständliche Reglement. Sie bewegt sich auf Gehwegen mit Elementen des Tanzes fort. Zuerst stehen Hintergrundgeräusche der Straße und sprechende Passanten im Vordergrund, aber die Geräuschkulisse verändert sich. Es setzt klassische Musik ein, die sich Bewegende wird zur Tänzerin. Plötzlich hat sich die Perspektive für den Zuseher völlig verschoben. Sujin spielt mit diesen Perspektivenwechseln.

Atomkraft, ein schweres Thema


Warum sich Sujin mit Atomkraftwerken beschäftigt, ist mir nach wie vor rätselhaft. Aber es herrscht eine gewisse Faszination, ein unglaubliches Wissen und eine absolute Abgeneigtheit der umstrittenen Energiegewinnung. Nach Japan konnte ich nicht, meint sie. Dazu war ihr die gesundheitliche Gefahr zu brisant. Fukushima hätte sie gerne genauer untersucht. Eigentlich ist Sujin aber in Krems, um eben nicht mehr so viel am Thema Atomkraftwerk und der Gefährdung der Bevölkerung zu arbeiten. Aber da macht ihr die österreichische Geschichte einen Strich durch die Rechnung und sie sieht sich gemeinsam mit Kuratorin Verena Gamper das nie in betriebsgenommene AKW Zwentendorf an. Dort wo nun eine Solarplantage steht. Beklemmend, so beschreibt die südkoreanische Weltenbummlerin das Gefühl. Mit ihrer sensiblen Art auf schwierige Themen zu zu gehen, hat sie auch in während ihrer Residency in Taiwan das Verhältnis zwischen Natur und Industrie betrachtet. Missed Scenery and Missed Event macht auf eine Fehlstelle aufmerksam, die Sujin in Szene setzt. Das Atomkraftwerk im Hintergrund wird durch das gemalte Tafelbild am Strand ersetzt. Aus einer ganz bestimmten Perspektive betrachtet, ist es plötzlich nicht mehr real. Wie eine Staffage macht das Gemälde glaubhaft, dass keine Bedrohung herrscht.



The Missed Scenery and The Missed Event from Sujin Lim on Vimeo.

It was just too perfect.

Während ihrer Zeit in der Schweiz, war Sujin zuerst überfordert mit der Schönheit, Klarheit und Unberührtheit des Landes. FACTORyAl LANDSCAPE, eine Arbeit in der Sujin die globalisierte (Schein-)Welt subtil anprangert, war im NÖ Dok in St. Pölten ausgestellt:


FACTORyAL LANDSCAPE from Sujin Lim on Vimeo.


04.02.2017

Chilenische Abenteuer: in der Wüste



36 Stunden chilenische Wüste


Ein Kurzbesuch im Norden Chiles und in der bekannten Atacama Wüste lohnt sich. Zwar dachte ich, nachdem ich wenige Tage in Santiago de Chile und den W-Trail in Patagonien absolviert hatte, dass mich drei Tage und zwei Nächte dort eher stressen werden. Aber: falsch gedacht! Schon bei der Landung in Calama begreife ich, wie umfangreich Wüsten sein können. Sepiafarbener Sand und kunstvolle Steinformationen begrüßen mich.

© marcusoania.com / @lervasaur


Die Gruppe bei den Salzseen © marcusoania.com@lervasaur
Der Van für acht Personen ist gebucht und ich stehe vor einem europäischen Großfamilienauto. Wie soll uns dieses Gefährt über Stock, Stein, Sandpisten und über Wasserläufe bringen? Diese Frage wird mich nach und nach in den 36 Stunden Atacama noch beschäftigen. Und meine Mitreisenden auch. To be continued...

© marcusoania.com / @lervasaur


Eugene, der Van (alle Autos, Mitbringsel und wichtige Utensilien auf Reisen erhalten treffende Namen), begleitet uns dennoch sehr freudig über alle Probleme und Herausforderungen durch die Wüste. San Pedro de Atacama, eine touristische Kleinstadt aus Lehm gebaut und mit vielen Hundestreunern ausgestattet, empfängt die Truppe und mich bei 30 Grad. Wir checken in einem Hostel ein, das ich sehr empfehlen kann. Ich treffe erstmalig auf der Reise auf einen weiteren Österreicher, unterhalte mich mit Brasilianerinnen und Schweden, wir spielen auf der Gitarre, den Trommeln und jammen , gehen aus und hören eine witzige, spanischsprechende Rockband, die englische Rocksongs zu singen versucht. Auch hier steht tagsüber Natur im Vordergrund.

Sterne, so weit das Auge reicht


Abends, bevor sich die Sonne zum Abendrot entschließt, fährt uns Eugene zur Düne im Valle della Luna. Riesenhafte Sanddünen ragen neben kargen Gesteinen auf und in der Ferne entdecke ich die Gesteinsformation Amphitheater, die mich fasziniert. Während die Touristengruppen in Kleinbussen noch vor dem richtigen Sonnenuntergang längst wieder am Weg zurück in die Stadt sind, packe ich ein Picknick für alle aus: Olivenbrot und Humus, ein bisschen Whiskey darf auch nie fehlen. Auf einer Decke sitzend beobachten wir die Lichtspiele der Sonne, die sich nach und nach hinter einem Hügel versteckt und den Himmel (leider zu wenige Wolken um Farbenspiele zu erreichen) in gleißendes Rosa taucht. Der Vulkan im Osten leuchtet Violett und fast bläulich.

© marcusoania.com / @lervasaur


Bevor wir zurückfahren, beschließen wir das Picknick auszuweiten und noch auf die Sterne zu warten, die hier, am Ort, der am wenigsten lichtverschmutzt sein soll, besonders hell zu sehen sind. Schon in der Dämmerung nehme ich wahr, wie recht die zahlreichen Guides und Reiseführer hatten. Die Displays der Smartphones werden für die nächsten Stunden verboten, damit sich unsere Augen besser an die Dunkelheit gewöhnen um die Sterne zu sehen. Orion ist sichtbar, magnetische Wolken, die Anfänge der Milchstraße, Sternschnuppen: Sterne über Sterne. Am liebsten würde ich wieder mein Zelt aufschlagen und hier bleiben.

Not so hot


Ein weiteres Highlight neben den Sonnenuntergängen und dem atemberaubenden Sternenhimmel sind die Geysire in El Tatio unbedingt sehenswert. Zum Sonnenaufgang. Achtung, von den brütend heißen Tagen in der Wüste ist bei -1 Grad Celsius nichts mehr zu spüren. Mit Daunenjacke, Mütze, Handschuhen und festem Schuhwerk ausgestattet, spazieren wir um die brodelnden Schwefelfelder – wieder begleitet von vielen, vielen Touristen, die ebenso den frühen Weg angetreten sind. Zum Aufwärmen hoffe ich auf ein Bad in den heißen Quellen und bemerke aber sehr schnell, dass diese natürlichen Quellen entweder kalt oder extrem heiß sind. Empfehlenswert, ja, aber du musst dich auf ein Wechselbad der Gefühle in den Hot Pools einstellen. ☺

© marcusoania.com / @lervasaur

Auf ein Wiedersehen, liebe Wüste, du die Sterne und die unbändigen Temperaturunterschiede werden mir in Erinnerung bleiben.


Danke an meine Mitreisenden und ihre fantastischen Aufnahmen:

Ein von Gwen (@leggs_mcgee) gepostetes Foto am






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