wanderlust = n, [won-der-luhst], a strong innate desire to rove or travel about
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Kreativ auf der Piste: #CasinoUrlaub
Chilenische Abenteuer in der Großstadt

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Die Travel Bucket List 2017 - wohin gehe ich, wohin fliege ich, wohin fahre ich und was sehe ich mir an...

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Essen bedeutet Umsorgen, frei nach Olafur Eliasson. Wo gehen wir in Wien und Umgebung zum Speisen?

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12.02.2017

Reisen mit Snapchat: zwischen Spaß, Frust und Widerwillen

Instastories sind das neue Snapchat! 

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Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich diesen Artikel als Experiment im Frühsommer 2016 begonnen habe und versuchte auf all meinen Reisen Snapchat als Videotool, kurzweilig, spannend, ohne viel Nachzudenken, anzuwenden. Mir ist es nicht leicht gefallen, denn Video stellt sich für mich als nicht praktikables Storytelling-Tool heraus. Ich bin keine Sprecherin, keine Person, die gerne vor der Kamera spielt, niemand, der sich stundenlang mit einem Storyboard auseinandersetzt. Die Ratings auf Google und vor allem auf der Social Media Plattform Facebook sind für Videos allerdings besser. Deshalb probiere ich es dennoch.

Mit dem Anmelden auf Snapchat (add me) ist ein erster Schritt getan, ich setze mich mit dem Medium, das den Geist als Label hat auseinander. Wischen, Filter (damals noch mit einem alten iPhone, das keine Möglichkeit zur Gesichtserkennung hatte), Geofilter,... alles da. Auf I Am Digital entstand schon 2015 ein wichtiger Artikel für Reiseblogger und wie sie Snapchat erfolgreich nutzen können. Ist das wirklich so? Ist Snapchat 2017 nicht schon längst überholt? Nutzen es tatsächlich auch Menschen, die sich für Reisen in alle Welt interessieren oder dient es einer schnellen Bild- und Videoübertragung zwischen Teens und testfreudigen Junggebliebenen ... außerdem, wie grenzt sich die Instastory, die Mitte 2016 gelauncht wurde, davon ab?

Fragen über Fragen, die TravelOnToast versuchte zusammenzufassen und sogar ein paar Tipps und Tricks verrät wie Reiseblogger originell den 24-Stunden-Dienst nutzen können. Snapchat macht Spaß zwischen Freunden und Freundinnen, man schickt sich Fotos mit lustigen Einhorn oder kotzenden Regenbogen-Filtern hin und her, erzählt sich kurze Stories mit Trollgeräuschen oder verzaubert als Harry Potter die Umwelt mit Narbe auf der Stirn. Natürlich gelten auch kurze Aufnahmen von Urlaubsimpressionen - Klassiker, das rauschende Meer - oder Selfies around the world mit dem korrekten Geofilter dazu.

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Spaßzone Snapchat! 


Ganz oft höre ich von bekannten Reisebloggern und natürlich auch im Privaten: Ich check das nicht. Ich bin zu alt dafür. Ich muss meine kleine Nichte fragen, wozu ich Snapchat verwenden kann.

Ehrlich gesagt, bin auch ich mir nicht immer sicher ob Snapchat nicht vorwiegend ein Spaßutensil ist, zum Zeitvertreib und gleichzeitig sehe ich es als Chance zu experimentieren. Glücklicherweise sind Video und Bild nur 24 Stunden zugänglich, werden gelöscht... ich probiere also aus und überlege nicht lange, welches Bild reinkommt. Philipp Steuer hat einen wunderbaren Newsletter mit immer wieder neuen Ideen und Infos zu Snapchat, den ich sehr, sehr regelmäßig lese. Außerdem lege ich allen die Onlinepublikation Snap me if you can von Philipp ans Herz.


Viel lieber nutze ich im Moment die Instastories, die sich wunderbar mit dem Instagram-Account verbinden lassen. Aber auch hier gilt: Spaß! 

@lucietae auf instagram
@diekremserin auf snapchat 

08.02.2017

ARTIST IN RESIDENCE: Besuch einer Weltenbummlerin

Während ich auf Sujin Lim im Wellen.Spiel an der Donau warte, mache ich mir rückblickend Gedanken zu den Arbeiten, die ich von ihr gesehen habe. Einerseits war die Niederösterreichische Kulturpreisträgerin mit ihrer filmischen, sensiblen Kritik an an globalen Systemen im NÖ dok in St. Pölten ausgestellt und andererseits durfte ich ihre Arbeiten schon im Rahmen der AIR-ARTIST IN RESIDENCE Meetings kennenlernen.


Bewohnerin der Erde

Sujin Lim eilt mit einem Lächeln herein - Am I late? - ich verneine. Die letzten Tage der Südkoreanischen Künstlerin, die sich selbst als Fremde in allen Teilen der Welt bezeichnet, ihrer Residency in Krems sind hereingebrochen. Nach dem Versuch eine Apfelschorle zu bestellen, konzentrieren wir uns darauf, mehr von einander zu erfahren: was macht die Arbeit von Sujin so besonders? Woher kommt ihre unbändig ruhige Faszination sich mit schwierigen, schweren Themen auseinanderzusetzen? Wozu hat sie Krems inspiriert? 

Das Fremd-Sein war in Krems ein Thema. "Ich wurde von Menschen angesprochen, als ich am Fluss war und dort Filmaufnahmen gemacht habe." Die asiatischen Attribute eröffnen Sujin in Krems offenbar Gesprächsmöglichkeiten. Die stets überlegt nachdenkliche Weltenbummlerin erzählt von einer Begegnung mit einer Frau, die ihr einen Sack mit getrocknetem Brot überreicht. Non-verbale Kommunikation zählt. Sujin übernimmt was die Frau offenbar aufgrund eines körperlichen Defizits nicht mehr machen kann: sie füttert die Vögel. Das erhellt das Gesicht der Frau und sie lächelt ebenso wie Sujin. Begegnungen wie diese berühren und Sujin erzählt diese Geschichte als wäre es eine Offenbarung. 

1 ARTIST-IN-RESIDENCE // Sujin Lim ist die erste Interviewpartnerin für #diekremserinotg2017 und wir haben uns gemütlich zum Plaudern im Kremser Wellen.Spiel getroffen. Die Reisende und sanfte Künstlerin der harten Realität erzählt von ihrem Projekt in Krems, von ihrer Faszination der Kernkraft und vom ständigen Hinterfragen und poetischen Neudenken dieser unnahbaren, schweren Realitäten. Sie versucht durch ihre Interventionen neue Perspektiven zu finden und jene den Menschen vor Ort als mögliche Lösung anzubieten. Geb 1979 in Südkorea. Heute, Weltenbummlerin. #exploreaustria #austriangirl #artistinresidence #air #portrait #artist #artlover #artblogger #interview #diekremserin #wellenspiel #kremstagram #persoenlichkeit #sospannend #wow #happyweekend #keintagohnekunst #sujinlim #southkorea #kunsthallekrems
Ein von diekremserin on the go (@lucietae) gepostetes Foto am


Sujin ist Geschichtenerzählerin. Sie deckt auf. Sie gibt Menschen eine neue Perspektive ihrer Umwelt. Sie sensibilisiert andere Perspektiven einzunehmen. "Es gibt immer einen Weg...", meint sie während des Gesprächs. Beeindruckt hat mich vor allem ihr poetisches Umgehen mit Verboten und Gesetzen in streng geordneten Autokratien, z.B. als sie im Iran war. Tanzen ist dort verboten. Sprich dem Bewegen zu Musik geht eine Strafe einher. In einem etwa elfminütigen Film umgeht Sujin dieses strikte und für mitteleuropäische Verhältnisse unverständliche Reglement. Sie bewegt sich auf Gehwegen mit Elementen des Tanzes fort. Zuerst stehen Hintergrundgeräusche der Straße und sprechende Passanten im Vordergrund, aber die Geräuschkulisse verändert sich. Es setzt klassische Musik ein, die sich Bewegende wird zur Tänzerin. Plötzlich hat sich die Perspektive für den Zuseher völlig verschoben. Sujin spielt mit diesen Perspektivenwechseln.

Atomkraft, ein schweres Thema


Warum sich Sujin mit Atomkraftwerken beschäftigt, ist mir nach wie vor rätselhaft. Aber es herrscht eine gewisse Faszination, ein unglaubliches Wissen und eine absolute Abgeneigtheit der umstrittenen Energiegewinnung. Nach Japan konnte ich nicht, meint sie. Dazu war ihr die gesundheitliche Gefahr zu brisant. Fukushima hätte sie gerne genauer untersucht. Eigentlich ist Sujin aber in Krems, um eben nicht mehr so viel am Thema Atomkraftwerk und der Gefährdung der Bevölkerung zu arbeiten. Aber da macht ihr die österreichische Geschichte einen Strich durch die Rechnung und sie sieht sich gemeinsam mit Kuratorin Verena Gamper das nie in betriebsgenommene AKW Zwentendorf an. Dort wo nun eine Solarplantage steht. Beklemmend, so beschreibt die südkoreanische Weltenbummlerin das Gefühl. Mit ihrer sensiblen Art auf schwierige Themen zu zu gehen, hat sie auch in während ihrer Residency in Taiwan das Verhältnis zwischen Natur und Industrie betrachtet. Missed Scenery and Missed Event macht auf eine Fehlstelle aufmerksam, die Sujin in Szene setzt. Das Atomkraftwerk im Hintergrund wird durch das gemalte Tafelbild am Strand ersetzt. Aus einer ganz bestimmten Perspektive betrachtet, ist es plötzlich nicht mehr real. Wie eine Staffage macht das Gemälde glaubhaft, dass keine Bedrohung herrscht.



The Missed Scenery and The Missed Event from Sujin Lim on Vimeo.

It was just too perfect.

Während ihrer Zeit in der Schweiz, war Sujin zuerst überfordert mit der Schönheit, Klarheit und Unberührtheit des Landes. FACTORyAl LANDSCAPE, eine Arbeit in der Sujin die globalisierte (Schein-)Welt subtil anprangert, war im NÖ Dok in St. Pölten ausgestellt:


FACTORyAL LANDSCAPE from Sujin Lim on Vimeo.


04.02.2017

Chilenische Abenteuer: in der Wüste



36 Stunden chilenische Wüste


Ein Kurzbesuch im Norden Chiles und in der bekannten Atacama Wüste lohnt sich. Zwar dachte ich, nachdem ich wenige Tage in Santiago de Chile und den W-Trail in Patagonien absolviert hatte, dass mich drei Tage und zwei Nächte dort eher stressen werden. Aber: falsch gedacht! Schon bei der Landung in Calama begreife ich, wie umfangreich Wüsten sein können. Sepiafarbener Sand und kunstvolle Steinformationen begrüßen mich.

© marcusoania.com / @lervasaur


Die Gruppe bei den Salzseen © marcusoania.com@lervasaur
Der Van für acht Personen ist gebucht und ich stehe vor einem europäischen Großfamilienauto. Wie soll uns dieses Gefährt über Stock, Stein, Sandpisten und über Wasserläufe bringen? Diese Frage wird mich nach und nach in den 36 Stunden Atacama noch beschäftigen. Und meine Mitreisenden auch. To be continued...

© marcusoania.com / @lervasaur


Eugene, der Van (alle Autos, Mitbringsel und wichtige Utensilien auf Reisen erhalten treffende Namen), begleitet uns dennoch sehr freudig über alle Probleme und Herausforderungen durch die Wüste. San Pedro de Atacama, eine touristische Kleinstadt aus Lehm gebaut und mit vielen Hundestreunern ausgestattet, empfängt die Truppe und mich bei 30 Grad. Wir checken in einem Hostel ein, das ich sehr empfehlen kann. Ich treffe erstmalig auf der Reise auf einen weiteren Österreicher, unterhalte mich mit Brasilianerinnen und Schweden, wir spielen auf der Gitarre, den Trommeln und jammen , gehen aus und hören eine witzige, spanischsprechende Rockband, die englische Rocksongs zu singen versucht. Auch hier steht tagsüber Natur im Vordergrund.

Sterne, so weit das Auge reicht


Abends, bevor sich die Sonne zum Abendrot entschließt, fährt uns Eugene zur Düne im Valle della Luna. Riesenhafte Sanddünen ragen neben kargen Gesteinen auf und in der Ferne entdecke ich die Gesteinsformation Amphitheater, die mich fasziniert. Während die Touristengruppen in Kleinbussen noch vor dem richtigen Sonnenuntergang längst wieder am Weg zurück in die Stadt sind, packe ich ein Picknick für alle aus: Olivenbrot und Humus, ein bisschen Whiskey darf auch nie fehlen. Auf einer Decke sitzend beobachten wir die Lichtspiele der Sonne, die sich nach und nach hinter einem Hügel versteckt und den Himmel (leider zu wenige Wolken um Farbenspiele zu erreichen) in gleißendes Rosa taucht. Der Vulkan im Osten leuchtet Violett und fast bläulich.

© marcusoania.com / @lervasaur


Bevor wir zurückfahren, beschließen wir das Picknick auszuweiten und noch auf die Sterne zu warten, die hier, am Ort, der am wenigsten lichtverschmutzt sein soll, besonders hell zu sehen sind. Schon in der Dämmerung nehme ich wahr, wie recht die zahlreichen Guides und Reiseführer hatten. Die Displays der Smartphones werden für die nächsten Stunden verboten, damit sich unsere Augen besser an die Dunkelheit gewöhnen um die Sterne zu sehen. Orion ist sichtbar, magnetische Wolken, die Anfänge der Milchstraße, Sternschnuppen: Sterne über Sterne. Am liebsten würde ich wieder mein Zelt aufschlagen und hier bleiben.

Not so hot


Ein weiteres Highlight neben den Sonnenuntergängen und dem atemberaubenden Sternenhimmel sind die Geysire in El Tatio unbedingt sehenswert. Zum Sonnenaufgang. Achtung, von den brütend heißen Tagen in der Wüste ist bei -1 Grad Celsius nichts mehr zu spüren. Mit Daunenjacke, Mütze, Handschuhen und festem Schuhwerk ausgestattet, spazieren wir um die brodelnden Schwefelfelder – wieder begleitet von vielen, vielen Touristen, die ebenso den frühen Weg angetreten sind. Zum Aufwärmen hoffe ich auf ein Bad in den heißen Quellen und bemerke aber sehr schnell, dass diese natürlichen Quellen entweder kalt oder extrem heiß sind. Empfehlenswert, ja, aber du musst dich auf ein Wechselbad der Gefühle in den Hot Pools einstellen. ☺

© marcusoania.com / @lervasaur

Auf ein Wiedersehen, liebe Wüste, du die Sterne und die unbändigen Temperaturunterschiede werden mir in Erinnerung bleiben.


Danke an meine Mitreisenden und ihre fantastischen Aufnahmen:

Ein von Gwen (@leggs_mcgee) gepostetes Foto am






21.01.2017

Chilenische Abenteuer: Auf patagonischen Pfaden

Patagonische Stille



Eine lange Reise mit fast 30 Stunden Anfahrt (16 Stunden Flug, dann 5 Stunden Inlandsflug, dann 5 Stunden Busfahrt und 1 Stunde Katamaran) geht dem tatsächlichen Gehen voraus. Anstrengung und Müdigkeit waren mit von Beginn an ins Gesicht geschrieben, aber die Freude über eine fünf-tägige Wandertour durch das chilenische Patagonien, den Torres del Paine Nationalpark, löschte alles an Unstimmigkeit aus meinem Körper. Großen Anteil daran hat auch die hervorragende Planung des gruppeninternen Reiseleiters Marcus, der sich monatelang den Kopf über möglichst effizientes Reisen innerhalb Chiles zerbrochen hat. Mit seiner Planung lag er sehr richtig. Alle Mitreisenden, sieben an der Zahl, genossen diese Sicherheit zu wissen, wann was gemacht wird. Für diesen Wanderweg, der sich W Trail nennt, planten wir sechs Tage ein, von 20. bis 26. Dezember. Hauptreisezeit. Sommerbeginn. Herrliches Wetter. Herrliche Winde. Oh, du liebes Patagonien, du hast mein Herz gewonnen!

Der Katamaran brachte uns von Eingang und Registrierung des Nationalparks, wo auch jeder Wanderer darauf hingewiesen wird, was zu beachten ist und womit man bestraft wird, wenn die Regeln nicht eingehalten werden, direkt zur Ranger Station bei der sich der Weg teilte - 11km zum Glacier Grey und 7,5km zum Camp Italiano. Am ersten Tag wollten wir diese 11km bewältigen. Um Gletscher zu sehen und eventuell auch Gletschereis in greifbarer Nähe zu haben. Nachdem wir uns teilweise kannten, teilweise schon seit Jahren nicht mehr gesehen haben, verliefen die ersten paar Kilometer sehr kommunikativ. Schnell stellte sich auch heraus, wer welches Tempo wandert und es bildeten sich kleinere Grüppchen. Immer wieder warteten wir zusammen, genossen die herrliche Aussicht, staunten über das patagonische Wetter und vor allem den Wind, der uns zu schaffen machte.

Die Wandertruppe. Vor dem Start. © Marcus Oania / @lervasaur
Der Blick in die Ferne. In die Schönheit. In die Stille. © Marcus Oania / @lervasaur

Tag Eins / 11km zum Glacier Grey

Schon an dieser ersten Wanderung stellte ich mit Genuss fest, dass ich noch nie Schöneres erlebt hatte. Das Naturschauspiel Patagonien hatte gerade erst begonnen und ich wusste - ohne pathologisch zu wirken - dass ich hier sterben könnte, ohne Reue. Der schönste Ort der Erde. Unberührt und so andächtig. Ich wusste, dass Weihnachten hier ein ganz besonderes Fest werden würde. Auch wenn ich es wortwörtlich übergehen werde.

"Alles wird sich vollkommen ergeben."
Mein Sprichwort, mein Motto, mein Credo für das Jahr 2017. Eine Reise wie Philosophie. So könnte ich Patagonien für mich auch noch beschreiben. Fragst du mich: "Muss man Patagonien gesehen haben? Muss ich Patagonien machen?" würde ich mit einem klaren Nein antworten. Wieso? Patagonien kannst du nicht machen. Und du musst es auch nicht gesehen haben. Patagonien ist keine Checkbox auf der nächsten Bucketliste. Patagonien wird nicht abgehakt (ist eine grundsätzliche Frage, ob jemals eine Stadt, ein Land, ein Gebiet abgehakt werden kann...) und schon gar nicht hast du alles gesehen. Patagonien verändert sich sekündlich. Wäre ich zwei Minunten später an der Ranger Station am Beginn des Wanderwegs angekommen, hätte ich den unbändigen Wind, die spitzen Regentropfen und das unwirsche Willkommen Patagoniens verpasst. Da hätte ich Sonne gesehen, gleissendes Licht und freundlich karge Bergspitzen. Es wäre anders gewesen. Patagonien ist ein Erlebnis, das viele Male in unterschiedlichsten Wetter- und Gefühlslagen erlebt werden kann.

Patagonien bereichert mein Leben nachhaltig.


Fragst du mich also ob du nach Patagonien reisen sollst, würde ich eindeutig mit Ja antworten. Denn eine Reise in die südlichste Spitze Südamerikas füllt Energietanks deines Körpers auf, geht an deine Grenzen und gibt Kraft, während sie dir entzogen wird. 

Ruhepol. Glacier Grey © Marcus Oania / @lervasaur
Gleich am ersten Wandertag bin ich angekommen. Bei mir. Dort. In meiner Gruppe. Das Gehen, diese fast ungewöhnliche Bewegung für viele von uns, kam mir vor wie die natürlichste Bewegung der Welt. Ein Fuß vor den anderen. Stehen bleiben. Genießen. Ausblicken. Ein Fuß vor den anderen. usw. Die Gedanken waren sehr schnell weg, woanders. Österreich war in weiter Ferne, nicht nur geographisch sondern vor allem gedanklich.

Tag Zwei / 18,5km zum Camp Italiano

Zeiteinteilung beim Gehen ist trotz der absoluten Gedankenfreiheit alles. Statt 3,5 Stunden gehen wir am ersten Tag nämlich 5 Stunden und kommen somit etwas in Verzug, sind müde und ausgelaugt. Wenn auch glücklich. Deshalb ist der Start für 9 Uhr morgens angesetzt. 16 Stunden Tageslicht nehmen etwas Stress weg, aber Fotostops legen wir eindeutig weniger ein als am Tag zuvor.

Gletscherseen, Waldlichtungen, karges Gestein, hochalpin anmutende Wanderwege, Pflanzenarten, die ich noch nie gesehen habe: Patagonien bestärkt mich weiter zu gehen.



Mein Osprey-Rucksack ist noch prall gefüllt mit Comfort Food: Couscous,  Pasta, Haferflocken und ganz viel Schokolade. Tagtäglich esse ich ein Snickers zum Frühstück - ein Festmahl, das ich im echten Leben der Realität noch nie gemacht habe. Schokolade zum Frühstück! Etwa 16kg wiegt meine Rückenbelastung, und ich freue mich darauf sie zu leeren und meine Schultern und Hüften zu entlasten. Allerdings habe ich mir die ständige Schwere ärger vorgestellt und bin überrascht wie leichtfüßig ich mich auch am zweiten Tag fortbewege.

Frisches Quellwasser wartet hinter jeder Kurve auf uns, ungefähr einmal pro Wanderstunde trifft ein Gletscherbach auf uns Wanderer. Eine Wohltat nicht Literweise Wasser mitschleppen zu müssen!


Traumhafte Ausblicke direkt vom Camp Italiano. Marcus Oania / @lervasaur

Im Camp Italiano treffe ich bekannte Gesichter aus dem ersten Camp. Die Gespräche sind patagonischer Natur: wie geht es deinen Füßen? Hast du Probleme bei diesem und jenen Auf- oder Abstieg? Bist du zufrieden mit der Ausrüstung, die du mitgebracht hast?

Tag Drei / Restday im Camp Italiano, 4km Mirador Frances, 5km Camp Frances


Danke an Marcus, der einen Restday eingeplant hat, wo nicht viel gegangen werden muss. Ich kann ausschlafen, soweit dies im (immer wieder ungemütlichen) Zelt und frostigen Bedingungen im Wald möglich ist. Nur mit einem Tagesrucksack bestückt, gehe ich durch Wälder, die japanisch anmuten, und der ständige Nieselregen macht die kurze Wanderung anstrengend. Ich entschließe mich, mit drei anderen, den Rückweg anzutreten, als wir nahe genug am Gletscher sind und den gekennzeichneten Aussichtspunkt erreicht haben. Drei von uns gehen weiter und sind somit ein Stück näher an der Vollendung des kompletten W Trails.

Auch für kaltes Bier wird gewandert. Weswegen wir nach einer kurzen Pause im Camp einen weiteren Weg in Angriff nehmen: im Camp Frances, so haben wir gehört, gibt es einen Minimarkt und WiFi und Bier. Morgen ist Weihnachtstag für die anderen. Für mich ist heute, 24.12., Weihnachten. Prost.

PS: Es stimmt. Es gibt wirklich (völlig überteuertes) Bier. 



Tag Vier / Freaking 21,5km nach Camp Torres

Mir tut immer noch nichts weh und der vergangene Restday hat meine Lebensgeister geweckt. Die komplette Truppe ist frohen Mutes und startet frühmorgens, denn: der längste Weg des Trails ist angebrochen. Halbmarathondistanz, denke ich mir, das schaffe ich mit links. Dass jedoch ausgetrocknete Flußbetten, bewaldete Hügel und steile Auf- wie Abstiege auf Geröll anders zu gehen sind als 21,5km Asphalt in der Ebene, hatte ich nicht bedacht. Psychologisch schwierig. Körperlich ok.

Wie gehe ich damit um, dass jeder ein anderes Tempo geht? 

Grundsätzlich ist das Gehen im eigenen Tempo das wichtigste. Nicht zu schnell, nicht zu langsam, Pausen einlegen, wenn notwendig, Essen, immer dann wenn Hunger aufkommt, viel Trinken. Allerdings bleibt eine Person der Gruppe zurück. Schon nach den ersten beiden Kilometern verlieren wir, der Rückstand vergrößert sich. Ich mache mir nach etwa vier Stunden Gehzeit ernsthaft Sorgen und die Gruppe teilt sich. Das alleinige Gehen ist gut zu bestreiten. Das Gehen ganz alleine ist eine Herausforderung. Selbst bei stundenlangem Schweigen nebeneinander. Denn die bloße Anwesenheit von jemand anderem hilft. Glücklicherweise ist nichts passiert und alle schaffen den Weg ins Camp vor Dunkelheit. 

Couscous mit Chorizo, Schokolade, Mannerschnitten und ein Schluck Whisky für mich am 25. Dezember. Weihnachtstag für uns alle.


Tag Fünf / ein paar Kilometerchen rauf, ein paar hinunter

Wecker um 3 Uhr früh. Wir wollen zum Aussichtspunkt bei Sonnenaufgang, den drei Torres, die auf jedem Souvenir rund um Punta Arenas und Puerto Natales zu finden sind. Ich wusste nicht genau worauf ich mich hier einlasse. Mit einem Snickers, Schlafsack, aufblasbarer Matratze und meinen Trekking Poles ausgestattet, wandere ich vom Camp weg. Licht kommt alleinig von der Kopflampe. So dunkel ist es. Aber die Vorfreude nimmt mir die Angst vor dem nächsten Schritt in unbekanntes Gelände. Nach etwa einer Stunde erreichen wir sie, die Torres. Kein Sonnenaufgang für uns. Aber nach ein paar Stunden im gemütlichen Schlafsack, der mich vor klirrender (0 Grad) Kälte und einem noch kälteren Wind (Hallo zurück, Patagonischer Luftzug) rettet, geht es wieder runter zum Camp.

Wir haben es zu den Torres geschafft! Freude!  © Marcus Oania / @lervasaur
Zum letzten Mal packe ich das Zelt ein, verstaue alle Utensilien im Rucksack, der nun schon etwas geschrumpft ist an Gewicht, und schultere ihn. Die letzten paar Kilometer warten auf mich. Teilweise steil bergauf, aber eine sehr lange Strecke, bis zum Hotel Las Torres, steil bergab. 

Danke, Torres del Paine für diese Erfahrung, diese Grenzen, dieses Erlebnis und diese intensive Energie. Ich werde diese Wanderung lange mit mir tragen und daraus schöpfen. 


Geschafft. Torres del Paine. You gave me some pain... but I loved it! © Marcus Oania / @lervasaur

Gut zu wissen, wenn du diesen Hike auch machen möchtest: 

Du MUSST alle Campsites vorab reservieren.
Plane viel Zeit und Geduld in die Vorbereitung und Anreise.
Versuche nicht zu stressen - nicht davor und währenddessen auch nicht.
Gehe viel zu Fuss.
Versuche Gepäck zu tragen, bevor du erstmals deinen Rucksack schulterst und merkst, wie sehr ihr zwei zusammenwachsen werdet.
Gehe dein Tempo! Immer!

Besuche Marcus Oanias Webseite für fantastische Fotos und großartige Videos, hiermit ein Danke an ihn für die fotografische Begleitung. Die Travel Pins waren übrigens auch schon da genauso wie Elena von Creativelena.






12.01.2017

Kreativ auf der Piste: #CasinoUrlaub mal sportlich

Vom Wedeln zum Jodeln

Nachdem ich mich im #CasinoUrlaub schon sehr zuhause fühlte, begleiteten uns Reiseblogger Ursula Auer (Hotel Feinschmecker) und Nadja Pachner von Zell am See Tourismus als Schiguides auf die Piste. Strahlend blauer Himmel, perfekte Schneekonditionen und fantastische Aussichten versprechen ein Schierlebnis der besonderen Art. Ich liebe österreichische Pisten!

Top of Salzburg! Direkt am Kitzsteinhorn ist die schönste Aussichtsplattform von ganz Salzburg © diekremserin on the go
Top of Salzburg! Direkt am Kitzsteinhorn ist die schönste Aussichtsplattform von ganz Salzburg © diekremserin on the go
Zell am See-Kaprun ist nicht nur aufgrund der herrlichen Innenstadt eine Reise wert, sondern vor allem wegen der Diversität auf dem Berg. Gletscherschifahren am Kitzsteinhorn und die Wanderung durch den Berg lassen das über 3.000 m Dasein ganz besonders erleben. Auch wenn die Luft knapper wird, das bemerke ich allein schon beim Berg auf gehen in den Schischuhen - kein tolles Erlebnis - aber der Ausblick zahlt sich aus. Die Gipfelwelt 3000 inklusive dem höchstem Kino lässt den Berg ganz neu und anders entdecken. Auch im Sommer ist dieser Blick ganz sicher eine grandiose Erfahrung.

Hello Gletscher, hier bin ich! Auf der coolsten Plattform © diekremserin on the go
Hello Gletscher, hier bin ich! Auf der coolsten Plattform © diekremserin on the go

Die beste aller Schijausen neben dem obligatorischen Germknödel: Buchteln mit Vanillesauce © diekremserin on the go
Die beste aller Schijausen neben dem obligatorischen Germknödel: Buchteln mit Vanillesauce © diekremserin on the go
Auch das Essen im Gipfelrestaurant ist spitzenmäßig und es zahlt sich aus den Service in Anspruch zu nehmen. Mittlerweile bieten die Gletscherbahnen schon mehrere Möglichkeiten an die Spitze zu kommen - die Schlepplifte bestehen nach wie vor aufgrund der Gletscherbewegung im Sommer.

Und dann ist die Schmittenhöhe ein besonderer Genuss - nicht nur kulinarisch, sondern vor allem für die begnadete SchifahrerInnenseele. Mit Blick auf den Zeller See, auf die Stadt Zell am See und auf (im Dezember) noch grüne Berge. Im Winter ist hier sicher ein ganz anderes, schneebedecktes Wonderland. Ursula und Nadja begleiten uns also auf der Schmittenhöhe, lassen die Bretter über den (Kunst)Schnee laufen und zeigen uns die schönsten Blicke auf die Sisi-Kapelle und runter nach Zell.
Begeisterte SchifahrerInnen auf frisch präparierten Pisten! © diekremserin on the go
Begeisterte SchifahrerInnen auf frisch präparierten Pisten! © diekremserin on the go

Von der Schmittenhöhe blicke ich ganz verträumt auf den Zeller See. © diekremserin on the go
Von der Schmittenhöhe blicke ich ganz verträumt auf den Zeller See. © diekremserin on the go

Yay! © diekremserin on the go
Yay! © diekremserin on the go
Ach, da war noch was: ich habe Jodeln gelernt. Oder zumindest geübt. Zwar habe ich vor versammelter Mannschaft und BesucherInnen der neuen Eder-Hütte (wunderbarer Flammkuchen!) durch einen Trichter gejodelt, fühle mich aber dennoch noch nicht bereit von einem Gipfel zum anderen zu Juchzen um mit anderen Bergsteigern und Kletterern in Kontakt zu treten. Dafür brauche ich noch ein paar Stunden beim lieben Jodellehrer Toni.

Jodeln macht durchaus Spass! Vor allem wenn die ganze Gruppe mitmacht. © diekremserin on the go
Jodeln macht durchaus Spass! Vor allem wenn die ganze Gruppe mitmacht. © diekremserin on the go

Lies über die Reise aus anderen Perspektiven, meiner Kollegen und Kolleginnen aus ganz Österreich:

Christina von City Sea Country und Nummer Zwei
Flo und Cori von Travel Pins
Romeo und Kathi von Sommertage
Theresa von travelwoman.at 
Elena von Creativelena
Wolfgang und Jessica von reiseblitz.com

Weitere Fotos sind hier zu finden:

#CasinoUrlaub in Zell am See


Die Einladung zur Reise erfolgte durch Casinos Austria Hotel und dem Tourismusverband Zell am See-Kaprun in Zusammenarbeit mit Hotel Feinschmeck, Romantikhotel und Wellness & Sporthotel Mavida. Verfolge die Reise meiner Kolleginnen und Kollegen auch via Social Media mit den Hashtags #zellkaprun #CasinoUrlaub #CasinoZellamSee #CasinosAustria #romantikhotel #feinschmeck #wellnesshotelmavida

07.01.2017

Chilenische Abenteuer: in der Großstadt

© diekremserin on the go

Guten Morgen, Santiago de Chile!


Zwischen 9 Uhr und 13 Uhr tut sich in Santiago de Chile, der Hauptstadt des gefühlt längsten Landes der Welt wenig. Geschäfte und Lokale öffnen erst später, Cafes bereiten den langen, ausgiebigen Abend vor. Die Sonne bleibt hier lange. Im Sommer der Südhalbkugel. Nur vier Stunden Zeitverschiebung trennen Wien und Santiago de Chile, dennoch läuft die Uhr anders. Schnelligkeit steht nicht auf der Tagesordnung, aber das ist gut so. Nach ein, zwei Tagen Gewöhnungszeit, freue ich mich, dass nicht immer gleich alles am Tisch steht, sondern, dass auch warten Qualitäten hat. Zeit, mit Freunden zu plaudern, Zeit sich das Lokal genauer anzusehen, Zeit sich zurück zu lehnen um ein bisschen zu träumen. 

Mein erstes Frühstück bestelle ich in La Cafeteria, gefunden auf The Culture Trip, wo ich mit meinen nicht vorhandenen Spanischkünsten dennoch zu Kaffee und einer Eierspeis komme. Ich fühle mich wie die Heldin des Tages.
Dos Huevos zum Frühstück - mein Spanisch ist peinlich schlecht, aber ich komme durch... © diekremserin on the go
Dos Huevos zum Frühstück - mein Spanisch ist peinlich schlecht, aber ich komme durch... © diekremserin on the go
Ich habe 1,5 Tage in der Hauptstadt bevor ich meine Reisefreunde aus den USA treffe und nach Patagonien und später in die Atacama-Wüste zum Wandern abhaue. Somit ist meine Zeit sehr begrenzt und ich versuche möglichst viel von der südamerikanischen Grossstadt auf einmal aufzunehmen. Sehr zu empfehlen ist eine Free Walking Tour - ich habe mit Andres von Spicy Chile einen echten Glücksgriff gemacht - die um 10 Uhr startet und zu unterschiedlichen Themen bis zu drei Stunden Entdeckungsreise quer durch die (Innen-)Stadt verspricht. Ich entscheide mich für die La Vega - Market Tour, wo wir neben dem Cerro St. Lucia, einem ehemaligen Inkaweg und Revolutionshügel, die vier größten Gemüse- und Obstmärkte besuchen.  

Wir bewegen uns von den Graffitis des Meeting Points bei der Metrostation Bellas Artes weg, zum Cerro, wo wir viel über das politisch gespaltene Land erfahren. Fasziniert hat mich besonders Andres Know-How über die Pflanzen aus aller Welt, die auf dem Hügel gepflanzt wurden, wie in einem botanischen Garten - inklusive chilenischen Eigenarten. Auch Charles Darwin hat auf seiner Südamerika-Tour Halt hier gemacht... 

Und dann, die Märkte: La Vega

Andres ist streng und lässt uns nichts kosten - ein Minuspunkt in der Tour, es ist Mittag und wir verspüren Hunger. Aber wir schauen nur. Neben chilenischen Dingen, die ich nach wie vor nicht zuordnen kann, wie diesen orangen Früchten (hat jemand eine Ahnung?) bin ich begeistert von der Auswahl an eingelegten Gemüsesorten - nicht nur die mir bekannten Gurkerl, sondern viele Gemüsearten reihen sich ein und bekommen die Möglichkeit haltbar zu werden. 

Die Obst- und Gemüsesorten werden nicht importiert, sondern stammen allesamt aus Chile. Nachdem das Land viele Breitengrade durchläuft, unterschiedliche Wetter- und Vegetationsbedingungen durchlebt, ergeben sich fantastische Möglichkeiten viele verschiedene Arten von Obst und Gemüse zu produzieren. Pluspunkt!
Was ist das? Auf dem La Vega Central Markt in Santiago © diekremserin on the go
Was ist das? Auf dem La Vega Central Markt in Santiago © diekremserin on the go
Mais, Mais Mais,... © diekremserin on  the go
Mais, Mais Mais,... © diekremserin on  the go

Wir schauen kurz zum Mercado des Flores, dem Blumenmarkt, wo es wunderbar nach Rosen duftet und Verkäufer Blumengestecke in Windeseile fixieren. Für die Liebe, und den Tod. 
Danke Andres, für diese aufregende und mit Wissen gefüllte Tour durch deine Hauptstadt! 

Entdecken auf eigene Faust...

Nachdem Andres zu seiner zweiten Free Walking Tour aufbricht, ich am Plaza des Armas mit W-Lan und Google Maps einen Plan für den Tag mache, weiss ich schon sehr genau, dass ein Abstecher ins Museum sein muss. Denn, zwischen 9 Uhr und 13 Uhr haben Museen durchaus geöffnet. Bei freiem Eintritt! Ich bin begeistert und erkenne erst nach dem zweiten Hinsehen, dass ich zwei Fliegen auf einmal gefangen habe: das Museo Nacional de Bellas Artes und das MAC (Museo Arte Contemporaneo). Zwischen chilenischer satirisch-kitschig aufgeladener Kunst und Le Corbusiers Südamerikaprojekten bewege ich mich durch klassizistische Hallen nach europäischem Vorbild. Hier ist Kolonialismus zu spüren.

Wenn ein Segelschiff im Museum hängt, gesehen im Museo della Belles Artes © diekremserin on the go
Wenn ein Segelschiff im Museum hängt, gesehen im Museo Nacional de Bellas Artes © diekremserin on the go

Santiago ist divers, neben Hochhäusern stehen kleinere Neubauten oder ältere Gebäude. In der sieben Millionenstadt entwickeln sich verschiedene dezentralisierte Zentren. Zum Beispiel das Italienische Viertel, das zwar in Gehnähe zum historischen Zentrum liegt, aber dennoch fast 45 Minuten entfernt ist und einen ganz eigenen Vibe mit sich bringt. Unbedingt testen: Lusitano in der Av. Condell ! Nicht wundern, dass viele Cafes Kuchen anbieten. Die deutschsprachigen Einwanderer haben dieses Wort in die chilenische Sprache eingebracht und Kuchen wird tatsächlich zu Nachmittagskaffee gegessen. 

PARE! © diekremserin on the go
PARE! © diekremserin on the go

Gute Nacht, Santiago! 

Der Sonnenuntergang ist magisch. Egal ob vom Balkon im 16. Stockwerk oder von San Cristobal, dem etwas höheren Hügel in Santiago, den ich nicht erwandert, sondern erfahren mit. Mit einer Zahnradbahn. Auch möglich ist die Gondel nach oben zu nehmen. Von dort ist der Sonnenuntergang noch besser zu sehen und die Berglandschaft rund um Santiago, im Smog oder auch an klaren Tagen, beglückt mich mit einer einzigartigen Atmosphäre. Danke, Santiago! Und Gute Nacht.  

Gute Nacht, Santiago. Allerdings geht die Sonne im Sommer hier erst um 10 Uhr abends unter © diekremserin on the go
Gute Nacht, Santiago. Allerdings geht die Sonne im Sommer hier erst um 10 Uhr abends unter © diekremserin on the go
Wohnen im Gnomo Hostel
Essen in La Mensajeria
Trinken in Kross Bar

28.12.2016

Kurztagebuch Reisen oder wohin es mich 2016 verschlug

12 Monate hat das Jahr, 11 davon war ich unterwegs, zumindest in Teilen. Ein starkes Jahr geht zu Ende.

Mein Jahr auf Instagram.


02/2016 Hauser Kaibling, Österreich




03/2016 Graz, Österreich





04/2016 Schladming, Österreich





05/2016 Weinviertel, Österreich





06/2016 Lesachtal, Rosental und Millstätter See, Österreich





07/2016 Waldviertel, Österreich





07/2016 Südsteiermark, Südburgenland, Österreich





08/2016 Siena, Italien




09/2016 Shanghai, China




10/2016 Quebec bis Toronto, Kanada





11/2016 London, United Kingdom




12/2016 Salzburger Land, Österreich




Herzlichen Dank an meine Projektpartnerinnen und Projektpartner #CasinoAustria, #Umweltzeichen, #SalzburgerLand, #FraeuleinFlora, #CreativElena, #ShangriLaPudong, #Südsteiermark, #WeingutSchauer, #Oetscher, #WaldviertelTourismus, #WeinviertelTourismus, #VisitGraz, #DieSüsseLuise, #Lend, #ReisebloggerAT !

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